Der Weg des Kriegers

    • Vielleicht ist bei ihm ein spirituelles Ego am Werk(en) ? Jedenfalls sind es extreme Entwicklungen die er zurück gelegt hat, und eventuell hat er alles in seinem Bereich Mögliche getan was er konnte.
      Von Vigilantismus würde wahrscheinlich jeder Passant träumen, aber das war dem was er zu geben hatte wohl untergeordnet.
      Einmal, sprach er von sich oder einem Freund? , der sich abwenden musste von Gewaltanwendung, oder sich irgendwo hinaus begeben musste?, weil da einfach zu viel 'Dunkelheit' war. Diese Aussage, wen auch immer sie betraf, fand ich in Anbetracht der Vergangenheit komisch, aber gut dachte ich, vielleicht hat er auch einfach die Schnauze voll davon sich zu prügeln und ist dann auf den Zug ins Nirwana aufgesprungen.
    • Soweit ich es verstehe spricht er von einem 'Pain-Buddy' im Sinn einer externen Schmerz-Realität. In diesem Sinne ist auch sein Peiniger ein Opfer dieser negativen Energie, von der er sich nicht lösen konnte. Bei Thompson sind die Grenzen zwischen religiöser Metaphorik und Metaphysik fließend, wobei er an anderen Stellen immer wieder betont, dass für ihn die Konzepte und nicht die Personen (Christus, Mohammed) oder Götter im Fokus stehen.
      Wie dem auch sei. Es geht mir gar nicht mal um physische Gewalt (bzw die Ablehnung derselben), sondern um diese radikale, fast schon solipsistische Fokussierung auf das eigene Selbst. Alles andere sind ja für Geoff Projektionen. In einem anderen Video zum Thema Selbstverteidigung fragt er zunächst: 'Which self do yo want to protect?'.
      Der Blick nach Innen ist essenziell, bei Thompson ist das für mich aber ein wenig zu extrem gedacht. Da müsste man weiter nachfragen, ob letztlich für ihn wirklich nichts mehr von Bedeutung ist als die Arbeit am eigenen Selbst.
      Why do we fall?
    • Wie gesagt, er musste Extreme erfahren um zu seinem persönlichen heiligen Gral zu gelangen. Ich könnte mir vorstellen dass der jetzige 'friedliche' Thompson auch einfach was mit seinem Ruhestand zu tun haben könnte, und dazu eigenen sich religiöse Konzepte und Metaphern ganz gut. Ich kann mir auch gut vorstellen was er mit 'which self...' meint. Das sind vielleicht die Auswirkungen von Massenschlägereien, in die eine Lebensgefährtin noch involviert war und man schnell den Überblick verlieren kann.
      In einem Video über Vigilantismus hatte ich auch den Eindruck, dass man bei der Panik die ganz schnell übergreift auch sehr schnell den Überblick verlieren kann. Als Türsteher z.b. handelt man eher in seinem kleinen Bereich laut Anweisung, auf der Straße ist dieser Bereich um ein vielfaches größer und schwieriger. Dazu müsste man sehr gut Abläufe einschätzen können und angemessen handeln. Wer ist so cool und wäre so einer Aufgabe gewachsen?
      Das Gewissen spielt, unabhängig von Recht oder Unrecht, die größte Rolle. Da ist es nur menschlich, dass man anfängt sich Realitäten zurecht zu biegen, wenn man irgendwie mit seiner Vergangenheit zurechtkommen will.