Der Weg des Kriegers

    • MiriOm wrote:

      Lonewolf wrote:

      Als Motivation für den Anfang eine kleine Routine für Haltung und Atmung:

      youtube.com/watch?v=sbAoF1b8-7g
      Richtig sitzen und atmen üben kann am Anfang ganz schön herausfordernd sein.Das "Problem" bei diesen Atemübungen sind die Gedanken, die im Hintergrund ablaufen. Wer kennt das nicht, dass einem der Atem stockt wenn plötzlich ängstliche Gedanken hochkommen. Oder man ist gerade beim Laufen durch einen Gedanken kurzatmig geworden und die Muskulatur verkrampft sich. Die Übungen aus dem Video leuchten mir allerdings nicht ein. Was sollen die 40 (bewussten) Atemzüge zweimal pro Tag in einer meditativen Haltung bringen? Die zweite Variante nach einem anspruchsvollen Training ist bestimmt die sinnvollere. Das sollte kombiniert werden, damit es sich effektiv anwenden lässt.
      Ich hab für mich das Yoga entdeckt. Dabei komme ich zwar nicht außer Atem, aber bei den einzelnen Asanas (Körperhaltungen) kann optimal, mit Hilfe des Atems, erhöhte Lungenkapazität plus maximale Muskeldehnung/- entspannung erreicht werden. Zudem entspannt es ebenso den Geist, und eine bessere Haltung stellt sich von ganz allein ein.

      Ich denke, das ist erstmal eine Übung für die Grundhaltung bzw das Zusammenspiel von Haltung und Atmung. Die scheinbar einfachsten Dinge sind oftmals die schwersten. Ich kenne eine Menge Leute, die Top-Athleten sind, aber in der Hinsicht sehr ungesunde Eigenschaften verinnerlicht haben. Wenn ich eine Zeitmaschine hätte, um meinem 20 Jahre jüngeren Ich Tipps zu geben, wäre sicher einer, dieses Zusammenspiel von Psyche und Körper sehr eingängig zu studieren.
      Ich hab mir von einem bekannten Physiotherapeuten sagen lassen, dass ein Großteil der Therapien scheitert, weil die wenigsten konsequent an sich arbeiten wollen. Die ganze Medizin- und OP-Industrie profitiert hiervon. In Hinblick auf die Psyche versteckt sich hinter ungesunden Lebensweisen nicht nur Bequemlichkeit, sondern oft auch Schutzmechanismen. Ich habe das 'Glück', dass mir mein Körper schnell Feedback gibt, wenn ich mich zu lange mentaler Negativität hingebe.
      Why do we fall?
    • Psyche und körperliche Grenzen, die Schutzmechanismen, ja, das alles spielt zusammen. Letztere greifen nicht nur im Bezug auf Sport ein. Ganz normale Ereignisse wie Stürze oder Konfrontationen in der Kindheit können beispielsweise Blockaden hervorrufen.
      Mentale Übungen verbunden mit körperlichen können helfen, den Geist zu entspannen indem man sein 'System' ziemlich gut mit Sauerstoff versorgt und vollpumpt.
      Dabei kann einem schon die ein oder andere Erkenntnis wie Schuppen von den Augen fallen.
      Was mir bei obigem Video eben gefehlt hat, war die Verbindung zwischen den beiden Hauptmechanismen Psyche und Physik. Das kam irgendwie nicht so gut rüber für mich, denn entweder ich konzentriere mich auf das tiefe Atmen (idealerweise in einer anstrengenden Yogahaltung), oder ich spreche nur den rationalen Verstand an und zähle bis 40. Beides ist ehrlich gesagt echt schwer, und ich kenne niemanden der sich nicht dabei verzählt hat und sich gleichzeitig auf tiefe Atmung konzentrieren konnte.