Der Weg des Kriegers

    • Es mag zwar sehr vorurteilsbehaftet klingen, aber alleine der Anblick dieses Menschen reicht bei mir aus, um ihn suspekt zu finden. Sicherlich gibt es auch Menschen, die so aussehen und vollkommen anders drauf sind, worauf mein vorurteil entkräftet wäre. Aber es hat schon auch was mit einem im ziemlich intersten zu tun, wie man sich kleidet oder auch sonst äußerlich gibt. Hätte ich seine Intension nicht am Videoname erkannt, hätte ich gesagt, er ist ein Zuhälter oder dergleichen ...
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Der ist doch völlig in Ordnung, was habt ihr gegen den ? ^^

      @MiriOm
      Von Osho habe ich tatsächlich mehrere Bücher gelesen und damals habe ich viel von ihm gehalten.Aber irgendwann merkt man dass er ein Betrüger ist, und nur manipuliert und lügt.Er hat ständig von Erleuchtung und Selbsterkenntnis geredet und von Selbstfindung, selber wusste er aber nicht einmal was diese Worte bedeuten.Er war einfach nur ein Meister der Manipulation.Er hat mit den Hoffnungen und Ängsten der Menschen gespielt und dass ist einfach nur das Allerletzte. Mit Themen wie Religion spielt man nicht und man treibt keinen Unsinn, er aber hat ein Spiel daraus gemacht, und hat viele Menschen damit hintergangen.

      Von ihm habe ich gelernt, dass man nicht auf bloße Worte hören darf, man muss mehr darauf achten, wie jemand lebt was einer sehnt und tut.
    • Lonewolf wrote:

      Ich wollte es ja erst nicht kommentieren, da ich dem Vogel nicht auch noch in diesem Thread bzw Forum mehr Aufmerksamkeit schenken will, als er verdient. Zum Thema David Rüssel gibt's genug Online-Debatten. Mal abgesehen davon, dass leider sämtliche mir bekannte deutschsprachige Selbstverteidigungs-"Experten", die sich auf Youtube rumtreiben, extreme Unsympathen mit zweifelhaften Ansichten sind - Role Models für Macker und paranoide, wahnhafte Wutbürger.
      Nee, genau das ist das Klientel, das ich nicht im Sinn hatte, als ich den Thread gestartet habe.
      Na ja, das tut mir ja auch leid, habe auch etwas länger aus den gleichen Gründen gezögert, aber letztendlich wäre mir doch der Kragen geplatzt, hätte ich es nicht getan.
      Ich unterstelle auch einfach mal den jungen Leuten die hier mitlesen ein gewisses Maß an kritischem Denken, welches ich weniger besitze und deshalb immer zur Achtsamkeit aufrufe.
      Man fällt oft genug auf die Nase im Leben, nur können die Konsequenzen hierbei, auf der Straße so ziemlich alles ruinieren in Facto Gesundheit.
      Gerade das Aussehen trügt, und das ist eben bei seiner "Zielgruppe" das Gefährliche, wenn man sich als Außenseiter im Internet diesbezüglich Inspiration holen möchte.
      Andererseits lernt man durch Fehler in der Übung. Die Straße ist aber kein Übungsplatz für hübsche, aufgeblasene Koreografien! Zwei Finger blitzschnell an der richtigen Stelle platziert, und der Typ liegt am Boden.
      Das realisieren aber Viele zu spät, da sie sich durch Unerfahrenheit von Äußerlichkeiten blenden lassen.
      @ShadowX: Du verlässt dich nicht auf bloße Worte, aber auf ein bloßes Aussehen? - Ein fataler Fehler!
    • Ich halte den Herrn primär für einen Selbstdarsteller mit fragwürdigen Referenzen, dem ich seine "Street-Credibility" nicht im Geringsten abkaufe. Aber das gilt eigentlich, wie gesagt, für fast alle deutschsprachigen Youtuber in dem Bereich.
      Vielleicht bin ich auch einfach altmodisch, aber für mich kommt in der Hinsicht nach jemandem wie Geoff Thompson erstmal lange nix mehr. Man muss die Dinge nicht komplizierter machen, als sie sind - es sei denn, man verdient sein Geld damit.
      "For the sake of the Art" soll jeder machen, was er will, aber im Bereich Selbstschutz sollten Inhalte einfach komprimierter und ernsthafter vermittelt werden.
      Why do we fall?
    • ShadowX wrote:

      Hmm..
      Ich denke mir, es muss eine andere Art zu leben existieren, eine mit mehr Magie und Abenteuer. Deswegen bin ich mein Leben gerade am umkrempeln.Dabei muss man wie Lonewolf richtig erkannt hat, aus seiner Komfortzone herauskommen, und man muss wissen , was man will.Es kann nicht schaden , mal einen ganz anderen Weg auszuprobieren, dafür muss man wissen , was denn die Hindernisse sind.Selbsterkenntnis ist hierbei auch wichtig.

      " Der wahre Sieg, ist der Sieg über sich Selbst"

      Das sagte ein Kampfkunstmeister.

      Über sich selber zu siegen bedeutet auch, über die eigene Unlust ,über die eigene Trägheit ,Ungeduld und Gier zu siegen, und Herr über sich selber zu werden.Villeicht muss man Dinge tun, die einem erst mal zuwider sind , und im nachinein bessern sich die Verhältnisse,villeicht gibt es Hindernisse und Schwierigkeiten anderer Art, jedenfalls muss man sich ein wenig der Gesellschaft anpassen, sonst schießt man sich selber ins aus.
      Ich bin erwacht, und sehe , dass ich andere Wege gehen muss, auf jeden Fall gehe ich nicht den Weg der großen Masse.
      Ein Neuanfang.Ich betrachte das alles als Herausforderung.
      Magst du mal erzählen wie du dein Leben gerade umkrempelst? Ich könnte im Bezug auf: 'Lebe besser unbequem/ aus der Komfortzone heraustreten' derzeit etwas Inspiration gebrauchen.
      Ich möchte mir dazu aber nichts ansammeln müssen wie einen Kurs oder ähnliches. Hast du ganz einfache, praktische Tips, die ich leicht in meinen Alltag integrieren könnte ?
    • Lonewolf wrote:

      youtube.com/watch?v=0bRi3-LPV8…89aF_7xh0JLxX_kporo7jkuNg

      Ein inspirierendes Interview passend zum Thema, das aufzeigt, wie die verschiedenen Archetypen ineinander übergehen

      Warrior- Healer-Scholar-Priest
      Den finde ich sehr authentisch. Bei der Erzählung über seinen ersten Straßen-, eigentlich StrandKampf, hab ich mich zurückversetzt gefühlt in meinen ersten und einzigen reellen Kampf. Komisch, wie der Körper sofort den passenden Cocktail an Hormonen mixen kann um keinen Schmerz zu fühlen.
      Zurückblickend hab ich mich wie ein Tier gefühlt. Alles läuft wie in Zeitlupe ab und man spürt nichts, weil der Körper so mit Adrenalin überschwemmt ist.
      Ja, ich denke auch dass eine Mischung aus Qi Gong, Tai Chi, meditativem Budo und diversen Kampfsportarten hilfreich sein kann, um die Entwicklung vom 'wilden Tier' zum 'Meister der eigenen Auffassung' durch zu machen.
      Es sollte alles zur eigenen Kunst werden, dann fühlt sich sogar das Heckenschneiden wie Kalligraphie an, und der eigene Kampfstil wird zum Tanz.
      So verstehe ich auch die Kampfszenen in einem Film, wo sie in Zeitlupe durch die Luft fliegen als eine Art Koreographie, in der alles leicht und mühelos entspannt, überlegt aussieht.
      Was ich noch sehr toll in seiner Erwähnung finde, ist der Respekt vor dem Gegner. Ich kann kein Meister werden und nicht wachsen, indem ich meinem Gegenüber Verachtung entgegenbringe.
      Er geht genauso ein Risiko ein wie ich, und letztendlich entscheidet der 'State of Mind' über (m)eine Meisterschaft (aufs ganze Leben ausgedehnt).
    • MiriOm wrote:

      Wo gibt es jetzt für euch Parallelen zwischen dem was Geoff Thompson lehrt, und dem was Harinder Singh lehrt?
      Ich hab mir dazu ebenfalls ein paar Gedanken gemacht, aber mich interessiert natürlich, was jemand mit mehr Erfahrung darüber denkt. :) youtube.com/watch?v=_ExGtroUjkc

      Beide sind leidenschaftliche Kampfkünstler, die über die Kunst hinaus die Frage gestellt haben, wie sich die "sterilen Techniken" mit der harten Realität in Einklang bringen lassen. Wobei ich jemandem wie Thompson da mehr Street Credibility zuschreiben würde. Der ist wohl der Archetyp des Dojo-Lehrers, der seinen Kram vor dem Hintergrund von zig Straßenkämpfen entsprechend angepasst hat und zum Pionier der Reality Based Self Defense wurde.
      Singh kommt aus der Bruce-Lee/Dan-Inosanto/Paul-Vunak-Linie, also den sog. Jeet Kune do Concepts (Zusammenführung verschiedener Stile). Die haben eine interessante Unterscheidung zwischen Self Preservation (dem harten Kern an Techniken für die Straße) und Self Perfection (der Kampfkunst in all ihren Facetten), wobei beides seinen Platz findet. Ich schätze, Thompson ist rein vom Technischen her mehr "down to Earth". Keine Asia-Tradition, sondern eher Boxen, Karate und Ringen bzw. Judo, an die Straße angepasst.

      Thompson hat in den letzten beiden Dekaden einen Schwenk zum spirituellen Coach vollzogen, wobei er seine eigene Motivation, überhaupt kämpfen zu lernen, kritisch reflektiert hat (Missbrauchserfahrungen, Depression, Ängste). Das blenden heute viele aus, die sich nur für den "frühen" Thompson interessieren. Ich denke, man muss das ganze Bild betrachten.
      Vor dem Hintergrund sind bei beiden philosophische, spirituelle und therapeutische Aspekte der Kampfkunst von großer Bedeutung. Also tatsächlich das, was man den Weg des Kriegers nennen könnte. Soll heißen: Was man lernt, muss funktionieren, aber man führt auch einen Kampf gegen seine inneren Dämonen.
      Für mich ist das gerade in Zeiten der Extreme (realitätsferne Kampfkunst auf der einen, Möchtegern-Kommandokämpfer und Straßenkampf-Fanatiker auf der anderen Seite) von großer Bedeutung.
      Why do we fall?

      The post was edited 1 time, last by Lonewolf ().

    • Die Selbstreflexion finde ich bei Thompson, entsprechend seines Schicksals, auch recht beeindruckend. Das wäre für mich eine Präferenz wenn ich mir einen Lehrmeister aussuchen müsste/ dürfte/ könnte.
      Singh's Stil ist halt mehr etwas fürs "Auge", und kommt deswegen bestimmt besser bei den Leuten an.
      Mich interessiert da eher die persönliche Entwicklung und die damit verbundene Erfahrung.
      Thompson ist einfach prädestiniert und seine Arbeit verdient großen Respekt.
      Finde es auch immer wichtig, auf dem Boden zu bleiben und seine Erfahrungen miteinzubeziehen, und über den "therapeutischen" Weg damit anderen zu vermitteln/zu helfen, ein friedfertiger Krieger zu sein, d.h. das eigene Schicksal zu überwinden zu Gunsten anderer, und letztendlich auch für sich selbst. (?)
    • MiriOm wrote:

      ShadowX wrote:

      Hmm..
      Ich denke mir, es muss eine andere Art zu leben existieren, eine mit mehr Magie und Abenteuer. Deswegen bin ich mein Leben gerade am umkrempeln.Dabei muss man wie Lonewolf richtig erkannt hat, aus seiner Komfortzone herauskommen, und man muss wissen , was man will.Es kann nicht schaden , mal einen ganz anderen Weg auszuprobieren, dafür muss man wissen , was denn die Hindernisse sind.Selbsterkenntnis ist hierbei auch wichtig.

      " Der wahre Sieg, ist der Sieg über sich Selbst"

      Das sagte ein Kampfkunstmeister.

      Über sich selber zu siegen bedeutet auch, über die eigene Unlust ,über die eigene Trägheit ,Ungeduld und Gier zu siegen, und Herr über sich selber zu werden.Villeicht muss man Dinge tun, die einem erst mal zuwider sind , und im nachinein bessern sich die Verhältnisse,villeicht gibt es Hindernisse und Schwierigkeiten anderer Art, jedenfalls muss man sich ein wenig der Gesellschaft anpassen, sonst schießt man sich selber ins aus.
      Ich bin erwacht, und sehe , dass ich andere Wege gehen muss, auf jeden Fall gehe ich nicht den Weg der großen Masse.
      Ein Neuanfang.Ich betrachte das alles als Herausforderung.
      Magst du mal erzählen wie du dein Leben gerade umkrempelst? Ich könnte im Bezug auf: 'Lebe besser unbequem/ aus der Komfortzone heraustreten' derzeit etwas Inspiration gebrauchen.Ich möchte mir dazu aber nichts ansammeln müssen wie einen Kurs oder ähnliches. Hast du ganz einfache, praktische Tips, die ich leicht in meinen Alltag integrieren könnte ?

      Da gibt es bessere ratgeber als mich. ^ ^
      Ich kann dir da keine ratschläge geben, denn mein leben ist chaos.und in diesem chaos versuche ich ordnung zu bringen.Ich bin schon lange gefallen, deswegen mein ratschlag ; such dir bessere lehrer.