Glück und Drogen, warum ich das Masturbieren aufgebe

    • Das Video von dem Typ der ein halbes Jahr nicht fappiert hat habe ich auch empfohlen bekommen. Habe das Video allerdings nach kurzer zeit wieder weggeklickt, da ich diese lächerliche Kombination aus albernem Hänfling in Designer Anzug mit Krawatte nicht ernst nehmen konnte und er wollte ums verrecken nicht auf den Punkt kommen... (kleiner Wortwitz am Rande) ;)

      Hab mir dann auch keine weiteren Gedanken dazu gemacht. Meine letzte Erfahrung wo ich fast drei Monate nicht gewichst habe, ist noch gar nicht so lange her. Ich hatte ja vor nicht allzu langer Zeit ein Mädchen kennengelernt zu welchem ich mich hingezogen fühlte und Zeitgleich mit dem steigenden Interesse an Ihr verschwand jegliches Interesse an Masturbation, Pornos und anderen Frauen im allgemeinen.
      Das geschah völlig von selbst, von jetzt auf gleich war einfach kein Verlangen mehr da diese gewohnheitsmäßige Handlung weiter fortzuführen, die ich ohnehin nur ausführte um den drang danach schnellstmöglich wieder los zu werden und mich nicht weiter davon stören zu lassen. Ich hatte ferner auch keinerlei Bedürfnis diese Person die ich mochte als Objekt für meine sexuelle Bedürfnisbefriedigung zu benutzen, es war eher so als sei dieses Bedürfnis während jener Zeit komplett verschwunden gewesen.

      Selbstbefriedigung wird und wurde von mir auch eher zum sexuellem Aggressionsabbau verwendet und wird von mir weniger mit Liebe, Verbundenheit oder Zuneigung in Verbindung gebracht... So Masturbiere ich auch weniger auf Frauen die ich auch tatsächlich anziehend, sympathisch oder attraktiv finde und mit denen ich mir vorstellen könnte im echten Leben etwas anzufangen, sondern gerade auf die gegen die ich bewusst oder unbewusst eine gewisse Aggression hege.

      Jedenfalls kann ich nicht sagen ob sich während dieser dreimonatigen Masturbationspause etwas grundlegend deshalb änderte. Es war wohl eher dieses diffuse schwer zu definierende Verliebtsein, welches ursächlich für meine Abstinenz verantwortlich war und auch für so ziemlich alle weiteren positiven Begleiterscheinungen während jener Zeit.

      Ich finde es jetzt auch nicht weiter schlimm oder verwerflich, dass sich viele Handlungen in unserem Leben auf Hormone zurückführen lassen. Viele wichtigen Prozesse in unserem Körper werden eben über biochemische Botenstoffe gesteuert. Solange man nicht in eine schädliche Sucht abgleitet sollte es kein Problem sein, Problematisch finde ich es eher, wenn man zwanghaft versucht dagegen anzukämpfen. In meinem Fall kam das wie gesagt von selbst und ich weiß aus Erfahrung, dass wenn ich versucht habe dagegen anzukämpfen dass verlangen eher noch größer wurde. Das mag von manchem als ein klares Indiz für Abhängigkeit gewertet werden, jedoch glaube ich nicht dass es sinnvoll ist meine Zeit damit zu verschwenden, eine ebenso sinnlose aber kurze und unschädliche Handlung zu unterdrücken, mit der Konsequenz fortan permanent dagegen ankämpfen zu müssen...
      Meistens brach ich solche Selbstversuche nach relativ kurzer Zeit wieder ab um meine Ruhe zu haben und mich wieder auf andere Dinge konzentrieren zu können. Manchmal passierte es aber auch wie im zuvor geschilderten Fall dass ich einfach von selbst das Bedürfnis verlor und längere Zeit pausierte ohne mich dafür groß anstrengen zu müssen oder mir zuvor extra Gedanken deshalb gemacht zu haben. Meistens kam einfach etwas wichtigeres in mein Leben, irgendwas was mich so sehr in seinen Bann zog und vereinnahmte, dass dafür kein Platz mehr wahr.

      Ich stelle jetzt also einfach mal die These in den Raum, dass wir eventuell einfach nur nicht ausgelastet genug sind. Sei es jetzt in unserem liebes und Sexualleben oder sonst wie und wir uns daher mit anderen Dingen behelfen, ganz egal ob nun Drogen, Selbstbefriedigung oder die bekannte Suche nach dem Kick, die diesen Mangel (auch der Botenstoffe) anderweitig ausgleichen sollen. Wenn man nun also einfach auf diesen ausgleichenden Ersatz verzichtet, ohne etwas an dem ursächlichen Mangel zu ändern, wird das kaum zu einer Besserung führen können. Ich glaube nicht dass die Askese zu mehr Glück führen wird...
      ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
      Motoko Kusanagi

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    • Zwischen Pornoübersättigung und Liebesleistungsdruck prägen die Medien ein Beziehungsbild voller restreligiöser Ideale und eifersüchtigem Selbstverständnis. Da sind diese Wichs-Veganer ein überfälliges Nebenprodukt der Dekadenz. Lifestyle-Kitsch für Hipster-Asketen, die nach erfolgreich eingebildeter Selbstoptimierung nach den Lehren des jüngsten Motivationsratgebers im Hafen der Ehe havarieren.

      Es ist ja nichts Neues, dass in dieser beschissenen Daseinsform jede Freude mit einem Opfer ausgeglichen werden muss. Wenn man mit diesem Gesetz einverstanden ist, kann man ein glückliches Leben führen, wenn man es nicht ist, straft einen die Natur mit negativen Gefühlen und Krankheit. Es ist die perfekte Diktatur mit einem ins Gehirn implantierten Schnellrichter.

      Ich poliere weiterhin das Zepter und bin dabei trotzdem produktiv, denn ich habe die vorteilhafte Fähigkeit, meine Pornos selbst zu zeichnen.

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    • Bin jetzt bei Tag 26 angelangt, und nein mein Leben hat sich nicht radikal verändert oder sowas,
      Der größte Vorteil bei der Sache ist, ganz logisch, dass man mehr Zeit hat, ich weiß ja nicht wie viel Zeit ihr so darauf verwendet, aber ich hab jetzt doch einige Stunden mehr zur Verfügung in der Woche.
      Sonst ist mir aufgefallen, dass ich tatsächlich nicht mehr so viel an Sex denke. Es fühlt sich ganz angenehm an, man ist also nicht mehr so abgelenkt, und sonst naja... bin noch nicht so überzeugt davon...
      aber ich bleibe erstmal dabei,
    • Hört sich nach einem interessanten Thema an.

      Keine Ahnung ob das gut sein soll, aber wenn man Antriebslos ist und eigentlich eine düstere Zukunft sieht, warum eigentlich nicht? Passieren wird ja nichts schlimmes, abbrechen kann man den Versuch ja jederzeit. Gibt es denn schon etwas neues? Macht mich schon neugierig.
    • Als NoFapper macht realer Sex mehr Spaß. Die Reizschwelle senkt sich durch NoFap enorm, sodass man beim Sex viel mehr spürt. Durch diesen Effekt wird Mann auch besser in der Kiste, und die Partnerin freut sich.

      Darüber hinaus berichten viele von weiteren Benefits, beispielsweise besserer Antrieb, weniger Sozialphobie etc.

      Am Ende kommt es drauf an, was man will. Jeder wie er mag. Man braucht Porn/Fap/Whatever nicht verteufeln, jedoch hält NoFap für einige Leute Vorteile bereit, und warum sollte man sich nicht im Netz darüber austauschen dürfen...
    • der sexualtrieb beim menschen ist einer der stärksten triebe überhaupt. ähnlich wie der hunger. wer ihn kontrollieren kann erlangt macht über sich selbst und kann im besten falle die angestaute überschussenergie dafür in andere progressive aktivitäten kanalisieren. wer sich jedoch 10 mal am tag einen runterholt und dann noch jede menge andere drogen reinpfeift die die natürliche steuerung unserer triebe beeinflusst (sympathicus/parasympathicus; endorphinsystem) setzt sich selbst der gefahr aus im alltag garnichts mehr auf die kette zu bekommen. aber was einem keiner sagt ist dass das ganze natürlich einen heiden spass macht ... was für ein dilemma :) nichts tun und mit drogen geil drauf sein ist cool, aber ständig für kleine erfolge hart zu arbeiten nervt dagegen total. willkommen in der prokrastinierungsfalle! werdet erwachsen und lernt dass drogen nehmen nur fake ist und echte werte im leben zu schaffen einem über jahre ein warmes freundliches gefühl der tiefen zufriedenheit (glück?) verschaffen, statt nur für den nächsten tripp. und man muss ja über die jahre immer mehr an alk,dope,acid,H draufbuttern um wieder auf die gleiche welle zu kommen.. au backe eine sucht entsteht. monster
      Anarchisten in der Schweiz | SF Tagesschau | 2:24min

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