Meinungsfreiheit

    • Wenn jemand sagt, dass Nazitum (und ähnliche Schweinereien) zwangsläufig zu Gegengewalt führt und man ihm deshalb keinen Raum geben darf, dann ist es so unfassbar doof und niveaulos, zu fragen:

      "Wie viele Nazis hast du denn schon verkloppt?"

      Darauf zu antworten, ist unter meiner Würde.

      Kapiert, Unmensch, oder soll ich dir lieber ein lustiges Bild zeigen, damit du wieder klar kommst?

      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • Unmensch wrote:

      "Keinen Raum geben" bedeutet bei dir bekanntlich, zuzuschlagen, da sie durch ihr Sein regelrecht um Schläge betteln.
      Wenn du das unbedingt glauben möchtest, dann tu das, aber geh mir damit bitte nicht auf die Nerven. Religionsfreiheit ist ein anderes Thema.

      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • Ich sehe den Tag schon kommen, bis der letzte Trottel bemerkt hat, dass von dir nichts sinnvolles kommt. Große Klappe, nichts dahinter. Wie ich das schon einmal schrieb, lebst du nur von theoretischen Blabla und unausgereiften Plattitüden. Fragt mal einer konkret nach, fällt dein ganzes Konstrukt in sich zusammen. Substanz gibt es bei dir nicht. Bei dir gibt's nur dich selbst und diese Person hörst du auch am allerliebsten reden.

      Gesprächversuch hiermit beendet. Mögen es mir zukünftig noch weitere gleichtun, dann wirst du bald wieder ganz für dich sein und musst dir das nächste Forum suchen, um weiter deine Profilneurose pflegen zu können.
    • Hier die angekündigte Fortsetzung:

      Jack wrote:

      Wenn ich ein Bild von Mohammed male, fühlen sich einige Moslems beleidigt
      Nun ja, das kommt vor.
      Tut es dir weh, um Entschuldigung zu bitten, wenn du ihn dadurch beleidigt hast?

      Man selbst kann es ja albern finden, wenn sich jemand beleidigt fühlt, dass man seinen Propheten malt. Das sollte man dann aber vielleicht lieber in Gegenwart von Moslems nur denken und nicht sagen. Es wäre sonst eine unnötige Provokation.

      Stell dir vor, du arbeitest in einem Kindergarten und ein Kind hat eine Lieblingsspielfigur, die es sehr mag.
      Wenn du diese Figur malst und das Kind findet die Zeichnung gemein, weil sie nicht gut getroffen wurde und ist beleidigt. Dann kannst du das natürlich albern finden, aber um des lieben Friedens Willen, tut es dir ja nicht weh, um Entschuldigung zu bitten und das Kind weiter mit ihrer Figur spielen lassen. Wenn das Kind anderen Kindern mit ihrer Figur auf den Sack gehen sollte, sollte man es hingegen ermahnen.

      Ich hoffe, hier liest kein Moslem mit, der bei seiner Religion keinen Spaß versteht.^^

      Jack wrote:

      und manche finden, ich müsste dafür umgebracht werden.
      Da liegt die Schuld dann aber bei dem, der andere für den Frevel umbrigen möchte.
      Der Islamist missbraucht seine Religion, um über andere Menschen Macht auszuüben. Er hat eine gewisse Grundhaltung (die man hier nicht weiter ausführen muss, denke ich), die schon verwerflich ist.

      Die meisten Moslems mögen Islamisten genauso wenig wie der durchschnittliche Deutsche den Nazi nicht mag. Das ist gut und richtig so, da die Haltung eines Islamisten nicht tolerierbar ist.

      Jack wrote:

      Ein anderer findet den Anblick von Nasen beleidigend und fordert, dass sich alle ihr Gesicht verhüllen sollten.
      Na, er fühlt sich nicht beleidigt (nach meiner Definition von "beleidigen"), sondern ist ein "Nasenrassist".

      Jack wrote:

      Oder um bei Worten zu bleiben, "Ich glaube nicht an Jesus" oder "Jesus war nur ein gewöhnlicher Mensch" verletzen ebenso Gefühle
      Siehe oben. Ist das Selbe wie mit der Mohammedzeichnung.
      Ich mache es einfach so, dass ich Monotheisten meide, die ihre Religion in meinen Augen viel zu ernst nehmen. Dann werde ich auch nicht in Versuchung geführt, ihre religiösen Gefühle zu verletzen, wie es so schön heißt.

      Übrigens: In Gesellschaften, wo Bildung und Aufklärung gefördert werden, schrumpfen diese religiösen Gefühle. Lustigerweise fühlt sich dort niemand in seinen wissenschaftlichen, aufgeklärten Gefühlen verletzt, wenn jemand z.B. behauptet, die Erde wäre eine Scheibe. Der Flat Earther wird nur für bescheuert gehalten.

      Jack wrote:

      Ich finde deine Definition von Beleidigung nicht gut.
      Das ist tatsächlich etwas, was zu Missverständnissen führen kann.
      Aber igendwie glaube ich, dass unsere Definitionen von "Beleidigung" gar nicht so weit auseinander liegen. Dass Hetze und Verhöhnung eine ganze Spur schärfer ist als Beleidigungen, verstehen wir doch beide so, oder?

      Jack wrote:

      Die Aussage "Der Holocaust hat nie stattgefunden" ist sachlich gesehen keine Verhöhnung. Nur die Interpretation vor einem geschichtlichen Hintergrund (den der Nazi ja gerade als unwahr ansieht) macht daraus eine.
      Da stellt sich mir die Frage, wie du die Aussage "Der Holocaust hat nie stattgefunden" ohne geschichtlichen Hintergrund interpretieren kannst. Metaebene? Muss das sein in diesem Zusammenhang? Können dies alle Menschen?


      Für mich ist es auch eine Frage von Empathie, soetwas nicht zu sagen.

      Mal angenommen, ein dir nahestender Verwandter wurde ermordet und jemand behauptet einfach, dies wäre nie passiert, sondern er wäre umgesiedelt worden oder ist eines natürlichen Todes gestorben.

      Wie könntet du das ohne Zusammenhang zur wahren Begebenheit interpretieren?

      Du wärst wahrscheinlich extrem niedergeschlagen.

      Jack wrote:

      Man denke da an zahllose Versuche, Frauen Komplimente zu machen: "Du siehst heute gut aus" "Du Arsch, sonst sehe ich also scheiße aus - Buhu, du liebst mich nicht"
      Tja. Der Versuch eines Kompliments endet eben nicht immer in einem Kompliment.
      Ätsch. Dann bitte um Verzeihung und probiere es nochmal oder lass es besser bleiben, wenn du dir unsicher bist.^^

      Ich hab schon öfters zu Männern auf Jappy gesagt:
      "Wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Äußerung gegenüber einer unbekannten Frau unangemessen sein könnte, dann ist sie es womöglich auch, also solltest du es bleiben lassen."

      Jack wrote:

      Nur weil ich der Meinung bin, jeder sollte das Recht haben seine Meinung, seine Einstellungen und Absichten frei zu äußern, heißt das nicht, dass man alles so stehen lassen muss - ich hab ja z.B. das gleiche Recht.
      Kann man aber auch so stehen lassen und denjenigen spüren lassen, dass seine Äußerung unerwünscht ist. Das geht z.B. durch Ausgrenzung und Ignorieren.
      Das hat zuweilen einen besseren Effekt als Reden.

      Ich habe einen wahren Dummschätzer im Bekanntenkreis. Der kann in der Gruppe echt hart nerven. Ich winke ihn dann meistens einfach ab und sage: "Ach, dummes Zeug." und wende mich jemandem anderen in der Gruppe zu.
      Klingt vielleicht hart, ist aber für beide Seiten besser so.

      Kannst du mir aber mal bitte deine Definition von "Meinung" nennen?
      Ist jede Äußerung für dich eine Meinung?
      Für mich kann man jede Meinung tolerieren, woraus sich ergibt, dass diverse Äußerungen eben keine Meinung mehr sind und damit auch nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind.

      Wenn ich sagen würde:
      "Jack, du bist ein dämlicher Vollhorst und unwert zu leben."
      (Das würde ich dir nicht sagen wollen!)
      Fühlt es sich für dich wahr an, wenn ich dann behaupten würde:
      "Das ist meine Meinung und ich habe ein Recht darauf, sie zu äußern."?

      Ohne die fiktive Äußerung mit einem anderen Begriff zu definieren. Wäre dies eine Meinung? Ja, oder nein?

      Jack wrote:

      Nach meiner Definition ist man auch Nazi, wenn man andere nur deshalb erschlagen möchte, weil sie eine bestimmte Meinung vertreten.
      Vom "Erschlagen möchten" kann ja nur selten die Rede sein, wenn man gezwungen wird, physische Gewalt zur Gefahrenabwehr anzuwenden.
      Selbst Äußerungen können dazu führen, dass man gezwungen wird, physische Gewalt anzuwenden, wenn sie geduldet werden und niemand etwas unternimmt. Ist leider so. Glaubst du nicht?
      Dann sieh dir doch nochmal das kurze Video mit dem Lehrer und dem Schüler an.
      Jeder halbwegs empathische Mensch kann den Lehrer nachvollziehen und sehen, dass es in diesem Moment für den Lehrer unvermeidbar war, so zu handeln.

      Wie gesagt: Definiere mal bitte "Meinung"! Ich hab schon erklärt, wie ich "Meinung" definiere.

      Jack wrote:

      Hetze, Ankündigungen oder Drohungen sind nicht wirklich Meinungen, die man so stehen lassen kann. Wenn mir jemand sagt "Ich will morgen dein Haus abbrennnen" werde ich nicht mit ihm diskutieren, ob das eine gute Idee ist, sondern ihm im Notfall auch das Feuerzeug aus der Hand schlagen.
      Siehst du. Da kommen wir der Sache näher.

      Und wenn mir jemand sagt, ich wäre geisteskrank und sollte weniger Rechte haben als andere Menschen, weil ich bestimmte körperliche Merkmale mitbringe und dies allgemeiner Konsens wird, dann fühle ich mich dazu genötigt, Sorge dafür zu tragen, dass diejenigen schweigen, die dafür sorgen, dass dies Konsens wird.

      Was auch immer ich aus dieser Nötigung mache, ist mir ebensowenig vorzuwerfen wie deine Handlung, dem fiktiven Brandstifter oben das Feuerzeug aus der Hand zu schlagen.

      Jack wrote:

      Wir identifizieren uns gern mit einer Menschengruppe/Gesinnung. Der Nazi mit rechten Spinnern und du scheinbar mit anderen.
      Scheinbar, gut möglich.
      Jedoch sind nicht alle Identifikationen mit Gruppen toxisch.

      Schau: Es ist doch ein großer Unterschied, ob sich jemand z.B. mit der Gothicszene oder mit der Naziszene identifiziert.
      Es ist sinnvoll, zu schauen, wohin eine Bewegung führt, egal ob es die eigene Gruppe ist, oder eine Gruppe, die die Gesellschaft mit Hetze vergiftet.

      Viele haben den Film "Die Welle" in der Schule gesehen.
      Die Welle hat funktioniert, weil die wenigsten Mitglieder der Gruppe geschaut haben, wohin die Gruppe führt. Das ist normal, weil die wenigstens Menschen ihre Identifikationen hinterfragen. Deshalb sollte man von außen drauf schauen und Wellen brechen.

      Letztlich hat es auch einen guten Grund, warum ich zu meinem Foreneintritt auf eine Bewegung aufmerksam gemacht habe. ;)

      Kenne deinen Feind! Du musst verstehen, wie sie funktionieren, um sie erfolgreich bekämpfen zu können.

      Jack wrote:

      Du scheinst jedoch an der gleichen Krankheit zu leiden:
      Nicht Zuhören. Nicht miteinander Reden. Lieber Prügeln.
      Es scheint dir so, ok.

      Ersteres kommt vor, ja. Dies hat dann jedoch gute Gründe. Bin für jeden Menschen erst einmal offen, dies kann sich aber schnell ändern. Ist ganz gesund, denke ich.

      Zweiteres kommt vor, ja. Lässt sich mir aber nicht vorwerfen, weil ich nicht dazu verpflichtet bin, mit Allen zu reden. Ist übrigens niemand.

      Letzteres ist schlicht Blödsinn. Hab mich noch nie gerne geprügelt.
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • daryus wrote:

      aber wenn Holocaust-Verleugner effektiv (- das heißt, argumentativ in der Öffentlichleit -) bekämpft und der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollen, MUSS auch darüber geredet werden dürfen.
      Mein Reden von Anfang an.
      Man sollte DARÜBER reden.

      daryus wrote:

      Andernfalls wandern die (unsterblichen) Ideen bloß in einen (unantasbaren) Untergrund...
      Tun sie auch so.
      Kannst dir ja mal Foren im Netz suchen, wo sich Holocaustleugner aufhalten.
      Du findest dort die absurdesten Verschwörungstheorien.
      Red mal MIT ihnen darüber. Du bist dann Mitverschwörer.

      Kennst du die Hohlkopftheorie?
      Nach dieser Theorie ist der Kopf des Aluhuträgers hohl.
      In diesem hohlen Kopf schwirren Reichsflugscheiben, die von Reptilien gesteuert werden. Wenn eine Flugscheibe von innen gegen Kopf ditscht, dann fängt der Aluhutträger an zu reden.

      daryus wrote:

      Lasst die Leute ruhig sagen, dass Elvis noch lebt - und dann: zeigt ihnen den entprechenden Grabstein!
      Der Grabstein ist kein Beweis!
      Elvis lebt und basta!

      daryus wrote:

      Er hätte es sich (meiner Ansicht nach) eher verdient, gefeuert zu werden, weil ER sich noch dümmer verhielt, als sein Nazi-Schüler.
      Bist du wirklich so empathielos, dass du nicht erkennst, dass sich der Lehrer MENSCHLICH und nicht dumm verhalten hat?
      Er wurde übrigens gefeuert.

      Mag sein, dass es Menschen gibt, die, wenn sie von einem körperlich weit unterlegen Zwerg belästigt und rassistisch beleidigt werden, ruhig bleiben können.
      Wenn dieser Zwerg einfach nicht aufhört, obwohl er mehrfach aufgefordert wurde, es zu unterlassen und einen womöglich noch verfolgt, dann wird sich der Zwerg zu 99% eine fangen. Das ist nicht dumm, sondern eine ganz normale, menschliche Reaktion.

      Die Menschheit besteht doch nicht aus "Jesussen" und "Gandhies".
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • daryus wrote:

      Okay. Gutes Argument.
      Dass der Grabstein von Elvis kein Beweis für seinen Tod ist, ist also ein gutes Argument? Ein gutes Argument wofür?

      Ich traue dir durchaus zu, dass du es wirklich glaubst.
      Von daher finde ich es ziemlich arg, dass ausgerechnet du, der du plumpe Scheinargumente, die die Beweispflicht umkehren sollen, als "gute Argumente" verstehst, mit Nazis reden möchte, um ihre "Argumente" zu widerlegen.

      Ja, ich stelle hier offen in Frage, dass du die nötigen geistigen Fähigkeiten dafür besitzt.

      Der Grabstein ist tatsächlich ein Indiz für seinen Tod. Was der Grabstein definitiv nicht ist: Ein Beweis, dass er noch lebt.

      daryus wrote:

      Tatsächlich würde ich für dein Recht kämpfen, laut sagen zu dürfen, dass die Meinung von Nazis automatisch Gewalt sei, oder das die Erde flach ist, oder das Elvis noch lebt.
      Du brauchst nicht für meine Rechte zu kämpfen. Da gibt es qualifiziertere Leute.

      Ist dir klar, dass du mit deinem Satz die Ansicht äußerst, dass die Benennung der Gewalt der Nazis den gleichen Status hat wie Verschwörungstheorien?
      Merkst du noch was?

      daryus wrote:

      GEWINNEN solltest du mit diesen Ansichten jedoch keine einzige Diskussion in der Unity - andernfalls bin ich aus diesem Forum ganz schnell wieder weg!
      Mir geht es nicht ums Gewinnen. Ich lege nur darauf wert, dass das, was ich schreibe auch verstanden wird.

      Du hast mir schon öfters vorgeworfen, ich würde andere überzeugen wollen.
      Fein. Ist mir egal.
      Ich verrate dir mal, was ich dir nachweisen kann:

      Du seehoferst. Das ist eine Strategie, die bei mir sicher nicht funktioniert.
      Schon alleine, dass du glaubst, es würde deinen erwünschten Effekt erzielen, beleidigt die Intelligenz aller Forenuser hier.

      seehofern (Verb) - Bedeutung Online

      daryus wrote:

      Sei >Pro Pedophilia<, wenn du unbedingt willst.
      Was ist >Pro Pedophilia<? Das sagt mir nichts. Vielleicht kann ich ja doch noch was von dir lernen.
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • Lydia wrote:

      Stell dir vor, du arbeitest in einem Kindergarten und ein Kind hat eine Lieblingsspielfigur, die es sehr mag.
      Wenn du diese Figur malst und das Kind findet die Zeichnung gemein, weil sie nicht gut getroffen wurde und ist beleidigt. Dann kannst du das natürlich albern finden, aber um des lieben Friedens Willen, tut es dir ja nicht weh, um Entschuldigung zu bitten
      Wofür sollte ich mich entschuldigen? Ich habe ja nichts falsch gemacht. Das Kind hat einen Dachschaden bzw. im Fall mit Mohammed will der Moslem seine willkürlichen Regeln der Gesellschaft überstülpen.
      Nach der Logik dürfte man auch Nazis nicht in die Schranken weisen, wenn sie es beleidigend finden, mit Schwarzen auf eine Stufe gestellt zu werden. Soll ich mich dafür entschuldigen, deren Gefühle verletzt zu haben oder zählen die Gefühle von Nazis für dich weniger als die von unerzogenen Kindern bzw. religiösen Fanatikern?
      Ich male natürlich keinen Propheten des Islam nur zum Zweck deren religöse Gefühle zu verletzen. Doch wenn wir uns willkürlichen Launen anderer Menschen unterwerfen, machen wir uns den Idioten der Menschheit untertan.
      Der Moslem muss lernen, dass er meine Überzeugungen genauso achten muss, wie ich seine. Und das Kind sollte darauf hingewiesen und ermahnt werden, dass die Reaktion albern ist - So funktioniert Erziehung. Nicht das Kind und seine Impulse legen fest, wie man sich als Erwachsener ihm gegenüber zu verhalten hat, sondern der Erzieher zeigt dem Kind deutlich, die Grenzen seiner Rechte. Es darf meine Zeichnung schlecht finden, von mir aus - wenn es mir dann beleidigt ist, von mir aus, mir egal, es kriegt sich schon wieder ein - aber eine Entschuldigung!????.

      Lydia wrote:

      Übrigens: In Gesellschaften, wo Bildung und Aufklärung gefördert werden, schrumpfen diese religiösen Gefühle. Lustigerweise fühlt sich dort niemand in seinen wissenschaftlichen, aufgeklärten Gefühlen verletzt, wenn jemand z.B. behauptet, die Erde wäre eine Scheibe. Der Flat Earther wird nur für bescheuert gehalten.
      Richtig, aber nur weil sich jemand die Mühe macht, dem Religiösen zu sagen, dass seine Ansichten lächerlich sind bzw. jeder Logik und wissenschaftlichen Basis entbehren. Ich behandle eben Holocaustleugner, Theisten und Flat Earther wie alle, die etwas falsches Glauben. Ich stelle sokratische Fragen und fordere Beweise ihrer Behauptung. Oder im Fall von letzteren gibt es einfache Methoden, die These zu testen, die jeder mit einem Stock, einem Auto, Maßband und Taschenrechner durchführen kann.
      Wieso behandeln wir Holocaustleugner nicht wie FlatEarther. Lassen wir sie texten und machen uns über deren schwache wissenschaftliche Vorgehensweise lustig?

      Lydia wrote:

      Mal angenommen, ein dir nahestender Verwandter wurde ermordet und jemand behauptet einfach, dies wäre nie passiert, sondern er wäre umgesiedelt worden oder ist eines natürlichen Todes gestorben.
      Wie könntet du das ohne Zusammenhang zur wahren Begebenheit interpretieren?
      Du wärst wahrscheinlich extrem niedergeschlagen.
      Niedergeschlagen? Wieso? Die Begebenheit ist ja nicht weniger wahr, nur weil jemand behauptet, sie hätte nicht stattgefunden. Wie ich darauf reagieren würde, hängt davon ab, wie stark die Beweislage ist, wer das sagt und welche Konsequenzen das alles für mich hat. Wenn das ein Wildfremder ist, der das einfach behauptet ohne die Details zu kennen, dann würde ich ihm nur sagen: "Halt's Maul, wenn du dich nicht auskennst! Und jetzt verpiss dich!"
      Wenn das dagegen jemand ist, mit dem ich mehr zu tun habe, würde ich ihn fragen, wie er zu dieser Meinung kommt, warum er so etwas behauptet ...

      Lydia wrote:

      Kannst du mir aber mal bitte deine Definition von "Meinung" nennen?
      Ist jede Äußerung für dich eine Meinung?
      Naja, nicht jede Äußerung. Man muss an den Wahrheitsgehalt der Aussage glauben, damit es eine Meinung ist. Wenn ein Nazi fest glaubt, dass Schwarze dümmer sind als Weiße und dies äußert, dann ist es eine Meinung. Wenn er es jedoch nur sagt, um Schwarze abzuwerten, aber selbst nicht davon überzeugt ist, dann ist das ja nicht seine Meinung, sondern er lügt bzw. will hetzen.
      Da ich jedoch nicht beurteilen kann, wovon mein Gegenüber überzeugt ist, sondern nur seine Äußerungen höre, muss ich so tun, als wären dies alles seine Meinungen.

      "Ich hau dich!" ist keine Meinung, sondern eine Ankündigung/Drohung.
      "Du bist doof!" muss ich als Meinung interpretieren, auch wenn ich stark vermute, das Gegenüber will mich damit nur verletzen - was bei mir übrigens nicht funktioniert, denn ich bin ja nicht doof (nach meiner Definition), also ist das eine eine einfache Falschaussage, die mir mitteilen soll, dass das Gegenüber mich nicht leiden kann. Dies ist jedoch wieder eine Aussage über die innere Einstellung des anderen zu mir.
      Und zur Meinungsfreiheit gehört für mich, dem anderen meine Gefühle mitteilen zu dürfen. Hm, sind Gefühle Meinungen? Es sind zumindest Tatsachen, die man meiner Meinung nach mitteilen können sollte.

      Ich bleibe dabei:
      Beleidigungen, Gefühlsmitteilungen und Meinungsäußerungen jeder Art müssen straffrei sein.
      Auf Drohungen, Handlungsankündigungen und Manipulation durch Lügen muss eine Reaktion folgen.

      Zur Info: Beleidigungen kann man in Deutschland anzeigen, die Drohung "Ich schlage dir die Zähne ein" kann man z.B. nicht anzeigen.

      Lydia wrote:

      Wenn ich sagen würde:
      "Jack, du bist ein dämlicher Vollhorst und unwert zu leben."
      (Das würde ich dir nicht sagen wollen!)
      Fühlt es sich für dich wahr an, wenn ich dann behaupten würde:
      "Das ist meine Meinung und ich habe ein Recht darauf, sie zu äußern."?
      1. Du solltest das Recht haben, dies zu äußern.
      2. Es könnte deine Meinung sein, ich wäre unwert zu leben. Ob du glaubst ich sei ein Vollhorst (kommt darauf an, was das sein soll)
      3. Mich würde dann interessieren, wie du zu dieser "Meinung" kommst

      Lydia wrote:

      Jeder halbwegs empathische Mensch kann den Lehrer nachvollziehen und sehen, dass es in diesem Moment für den Lehrer unvermeidbar war, so zu handeln.
      Ich gebe @daryus hier Recht, dass der Lehrer aus Hilflosigkeit gehandelt hat. Er war der Lage nicht mehr Herr. Wem Argumente ausgehen, der greift zur Gewalt. Am Video kann man leider zu wenig erkennen, wie es zu dieser Situation kam. Wie lange lief die Schulstunde schon. Um was ging es. Was hat der Lehrer gesagt ...
      Viele Schüler testen aus, wie weit sie gehen können und drücken die Knöpfe bei ihren Lehrern. Sie wissen, wie sie diese mit Worten verletzen können ... Wer damit nicht umgehen kann, sollte einen anderen Beruf wählen - die Kündigung war demzufolge sicherlich gut für den Mann.
      Die meisten Jugendlichen kann man nämlich in ihre Grenzen verweisen, lange bevor es zur Gewalt kommt. Spätestens beim Wurf des Balles hätte sich der Lehrer vor dem Schüler gefahrvoll aufbauen müssen. Augenkontakt und Drohgebärde (ohne Worte) bis der Schüler sich abwendet. Das tut er für gewöhnlich immer.
      Er hätte ihn an die Wand drücken können oder am Kragen packen und zum Direktor schleppen. Vieles wäre deutlich besser gewesen. So sah man jedoch deutlich, wie der Lehrer auf den bereits zurückweichenden Schüler wieder und wieder einschlug, eventuell sogar mit der Intention ihn für immer zum Schweigen zu bringen.
      Nur weil es menschlich verständlich ist und Gewalt tatsächlich Gegengewalt hervorbringt, war die Sache noch nicht Okay. Weder vom Schüler, noch vom Lehrer.
      Und ja: Mitleid mit dem Schüler habe ich nicht. Wer gegen einen stromführenden Draht pinkelt, darf sich nicht wundern, wenn danach der Pimmel schmerzt.

      Nur damit wir uns verstehen: Ich bin zwar Pazifist. Deswegen lehne ich jedoch nicht automatisch jede Form von Gewalt ab.