Die Entmündigung der Normalbevölkerung

    • Ich kenne es nicht anders, ich bin Mama von zwei Kindern ... ich werde tgl. in den Arsch getreten, weil ich es gewagt habe, als Single, Kinder in die Welt zu setzen und nicht wie andere ... schön verheiratet zu sein und bla bla bla .... ihr könnt es euch ja denken. Egal, ob Geschwister oder Bekannte ... sie alle hatten dann plötzlich eine Meinung dazu, die nicht positiv war. Aber wer wurde an gemeckert ... das war nicht der Mann, sondern die Frau. Um alles genau zu erzählen, müsste ich das mal alles aufschreiben ... ist zu viel Text ^^
      Aber Fakt ist, alle Ämter sind doof, sie schauen immer sofort, wenn es darum geht, die Rechnungen auf 0 zu bekommen, aber wehe, wir bekommen noch Geld, dann ist niemand mehr da.
      Oder, du bist wegen einer Behinderung nicht fähig, schwere Dinge zu heben ... trotzdem bekommen die das nicht auf die Reihe und senden dir laufend Angebote, wo du schwer heben sollst ... gibt noch mehr solche dinge, die man immer wieder erlebt.
      Sind wir nicht alle etwas Bluma???? ^^
    • daryus wrote:

      und ich gebe dir Recht: Wenn ein Mann wild durch die Gegend vögelt, gilt er als völlig normal, tut es hingegen eine Frau, gilt sie für gewöhnlich als "Schlampe" oder schlimmeres
      Ich höre diesen Vorwurf immer wieder, noch nie habe ich jedoch das Behauptete tatsächlich einmal beobachten können. Es scheint so, als ob alle denselben Spruch nachquatschen, so wie "die da oben, machen sowieso alle, was sie wollen" oder "die Flüchtlinge bekommen alles hinterhergeworfen".

      Beides halte ich nicht für zutreffend. Mitunter erinnern manche Sätze hier im Thread an eine Stammtischszene (auch wenn du, dayus, die Lage der Nation trotzdem sehr anschaulich zusammengefasst hast).

      Ich sehe es trotzdem anders. Und das ist gleichzeitig auch mein Lösungsansatz. Denn: Man agiert bei Behörden mit denselben Waffen wie sie.
      Da man sich in Deutschland, anders als in einer Diktatur, auf keine Gewalt- und Folterschergen stützen kann, kämpft man lediglich mit Kugelschreiber und Akte. Dieselben Mittel hat auch der Bürger (und manch einer hat dafür sogar seeehr viel Zeit). Denn die Schreibtischtäter sind ganz genauso im System gefangen, sie leugnen es lediglich und wollen es nicht wahr haben. Tatsächlich aber müssen auch sie ein gewisses Soll erfüllen und bekommen große Panik, wenn es dabei Probleme gibt. Dann müssen sie sich vor ihren Amtsherren rechtfertigen und oh weh: dieses Gefühl kennt man ja gar nicht. Dieses Eingezwängte, dieser Druck und dieses Ausgeliefertsein.
      Das will keiner haben und so packt man die Kette an ihrem schwächsten Glied, um einen Riss zu erreichen (die Methode variiert nach Situation und ist nicht universell festzumachen).
      Die Mühlen der Justiz mahlen außerdem sehr langsam und Papier ist geduldig. Ferner muss sich ein Behördenvertreter an Paragraphen halten, die er selbst nicht verfasst hat. Damit stellt er sich bereits selbst ein Bein.

      Und was die Erwartungshaltungen von Familienmitgliedern angeht: Den Kontakt würde ich beenden. Und zwar sofort. Man muss sich nicht mit den größten Trotteln ein Leben lang verbunden fühlen, nur weil man aus einem Zufall heraus denselben Nachnamen trägt (und meist ja noch nicht mal das).
      Oft rüttelt das Manche von ihnen auch erst wach und sie akzeptieren plötzlich doch, dass man ein eigenständiger Mensch ist. Tja und wenn nicht: da man ja dieser eigenständiger Mensch ist, fällt der Verlust nicht allzu sehr ins Gewicht. Wieso sollte man auch jemanden vermissen, der gegen einen ist, der nicht hinter mir steht und mich nicht so akzeptiert, wie ich bin?
      Und warum sollte ich ihn dann akzeptieren?
    • @daryus: Stimmt, habe mich bei deinem Namen vertippt, war aber meines Wissens auch das erste Mal bei den doch häufigen Nennungen in jüngster Vergangenheit. Absicht war es keine.

      Klar, sicher muss man eine gewisse Strategie der Kriegsführung betreiben, aber so ist das ja bei allem. Kein Musiker ist wirklich gut, wenn er nicht regelmäßig zum Instrument greift. Kein Sportler bringt Leistung, wenn er nicht trainieren geht. Kein Kühlschrank füllt sich ohne Einkauf und kein Resultat ohne Ansatz.
      Natürlich ist eine gewisse Cleverness eine elementare Zutat. Einige Kniffe, Recherche und Denkakrobatik sind vonnöten. Allerdings blicken all jene, die davon nichts besitzen, die alltägliche Gängelung und den Fehler im System sowieso nicht. Insofern betrifft sie es nicht. Alle Anderen können sich zumindest Hilfe suchen. Und so biete ich gerne an, mich persönlich zu kontaktieren, wenn man mal eine unvoreingenommene Zweitmeinung oder einen Rat benötigt. So ein paar Skills habe ich in dieser Richtung nämlich durchaus drauf.
    • daryus wrote:

      Was haltet ihr davon? Und vor allem: Was denkt ihr, läßt sich (aus der Perspektive der verarmten Entwürdigten) noch dagegen unternehmen, solange man nicht im Knast oder als erfrorener Hungerleider enden will?
      Solange es noch einen einzigen Menschen gibt, der sich gegen diese perfide Gesellschaft auflehnt und wehrt, ist es noch nicht zu spät, etwas zu unternehmen. Die Ergebnisse sind zwar meist anders, als erwartet aber es lohnt sich immer, aktiv zu bleiben. Wenn du es als gegeben akzeptiert hast, hast du schon verloren.

      Der Krieg gegen diese Gesellschaft braucht eine gute Grundlage und er wird das ganze Leben in Anspruch nehmen. Wer dagegen antritt, braucht eine Menge Frustpotenzial und den Willen, etwas zu verändern. Ob es ein Kampf gegen Windmühlen ist, kann man am Ende seines Lebens vielleicht einmal resümieren. Sobald man aber gleich sagt. Es ist aussichtslos, die Mauern sind zu hoch um das Ziel noch zu erkennen, ist es vorbei. Wieder ein Mensch verloren (an diese Gesellschaft).

      Falls jemand intellektuelle Hilfe in Sachen Kriegsführung braucht. Sun Tsu mit "Die Kunst des Krieges" und Carl von Clausewitz's "Vom Kriege" sind beides esentielle Werke hierfür.
      Es geht hier nicht nur darum, wie man auf dem Schlachtfeld den Gegner final besiegt, sondern es können aus den gegebenen Erkenntnissen immer auch Schlussfolgerungen für das eigene Leben gefunden werden. "Die Kunst des Krieges" gilt als Grundlektüre für Manager und Führungspersonen. Am Ende ist jede kompetitive Herausforderung ein Schlachtfeld mit gewissen Gegnern, die alle auf ein gewisses Schema heruntergebrochen werden können !
      Kennt jemand ein Gesellschaftsspiel, welches nicht auf Konkurrenz ausgelegt ist ??
      Früh übt sich, wer ein Trottel werden will x))

      https://hdms.bsz-bw.de/files/357/Sunzi.pdf




      VomKriege-a4.pdf

      "Vom Kriege" ist ein Megaklopper mit über 500 Seiten und nicht einfach zu lesen und daher nur für hartgesottene Gemüter. Habe es selbst nicht komplett durchgelesen, weil es mich sehr ermüdet hat und ich keinen Bock mehr darauf hatte. Die Sprechweise ist oftmals noch so, wie man vor 200 Jahren am preußischen Hof gesprochen hat und somit kommt man öfter ins Stocken.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Ich muss dazu sagen, das ich leider das erlebt habe, wenn man als Frau seine Hörner abgestoßen hat, war man sofort in diesen Bereich, der Schublade. Auch habe ich es immer wieder erlebt, da ich mit vielen Menschen zu tun habe, wird man sofort anders angeschaut, wenn man sagt, man mag Hentais, oder ich kann nicht sagen, wie oft ich schon einen One-Night-Stand gehabt habe ... man wird sofort mit anderen Augen angeschaut.
      Leider erlebe ich das auch selber, wenn man mal nein gesagt hat, wurde man sofort als Schlampe bezeichnet. Was ja an sich ein Widerspruch ist oder?
      Und bei den Männern, wenn ich höre, wie toll manche sich gefühlt haben, weil sie so und so viele Frauen probiert haben ... und leider habe ich das meist immer wieder mitbekommen, wenn sie nicht gewusst haben, das ich in der Nähe war. Oder, es ist ok, wenn ein Mann so viele Frauen haben darf, aber eine Frau soll jungfräulich in die Ehe ... irgendwie stimmt das für mich nicht wirklich oder? ...
      Das heißt, wenn ich etwas sagen, hat es aus meinem Leben und vor allem aus meiner Erfahrung her gestimmt ...
      Sind wir nicht alle etwas Bluma???? ^^
    • Ich finde, dass ist irgendwie ein äußerst peinliches Gesprächsthema, nicht, dass es Tabu wäre, aber wenn mir ein bekannter mit seine Sexualpraktiken und Häufigkeiten von Sexualpartnern anfängt, dann nervt mich das ungemein. Es ist wahrscheinlich etwas, womit man sich profilieren muss.
      #HOSE-RUNTER-SCHWANZ-VERGLEICH
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!