Sammelthread für Gedichte^^

    • NICHTS IST UNMÖGLICH

      Es sprach die Katze leise vor dem Mauseloch: "Sollte hier ab und zu jemand sein, den ich kenne, dann melde oder zeige er sich doch irgendwann. Wir könnten Freunde sein- denk daran.
      Nur den ersten Schritt zu mir, den musst du selber gehen, sonst werden wir uns niemals sehen."
      Die Maus überlegte ängstlich so bei sich "Warum sollte ich mich fürchten vor der Katze, ich bin ja schneller wie ihre große Tatze."
      So kam sie aus dem Mauseloch heraus und freundlich begrüßten sich Katz und Maus.
      Es wurde eine große Freudschaft daraus, aus der großen Katze und der kleinen Maus.
      Und die Moral von der Geschichte:
      Nichts ist unmöglich, alles kann sein -
      es liegt nur an dir allein.

      Natunika
    • JE DIFFERENZIERTER

      Je differenzierter, je feinfühliger und beziehungsreicher wir zu lesen verstehen, desto mehr sehen wir jeden Gedanken und jede Dichtung in ihrer Einmaligkeit, in ihrer Individualität und engen Bedingtheit, und sehen, daß alle Schönheit, aller Reiz gerade auf dieser Individualität und Einmaligkeit beruht und zugleich glauben wir dennoch, immer deutlicher zu sehen, wie alle diese hunderttausend Stimmen der Völker nach dem selben Ziele streben, unter anderem Namen dieselben Götter anrufen, dieselben Wünsche träumen, dieselben Leiden leiden.
      Aus dem tausendfachen Gespinste unzähliger Sprachen und Bücher aus mehreren Jahrtausenden, blickt in erleuchteten Augenblicken den Leser eine wunderlich erhabene und überwirkliche Chimäre an:
      Das Angesicht des Menschen, aus tausend widersprechenden Zügen zur Einheit gezaubert.

      H.Hesse

      Post by MiriOm ().

      This post was deleted by the author themselves ().
    • REGEN

      Lauer Regen, Sommerregen
      Rauscht von Büschen, rauscht von Bäumen,
      Oh, wie gut und voller Segen,
      Einmal wieder satt zu träumen!
      War so lang im Hellen draußen
      Ungewohnt ist mir dies Wogen:
      In der eignen Seele hausen,
      Nirgend fremdwärts hingezogen.
      Nichts begehr ich, nichts verlang ich,
      Summe leise Kindertöne,
      Und verwundert heim gelang ich
      In der Träume warme Schöne.
      Herz, wie bist du wundgerissen,
      Und wie selig, blind zu wühlen,
      Nicht zu denken, nicht zu wissen,
      Nur zu fühlen, nur zu fühlen!

      Hermann Hesse
    • Im Jardin des Plantes, Paris


      Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
      so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
      Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
      und hinter tausend Stäben keine Welt.

      Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
      der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
      ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
      in der betäubt ein großer Wille steht.

      Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
      sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
      geht durch der Glieder angespannte Stille -
      und hört im Herzen auf zu sein.

      Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

      "Der Panther"
      FSU - Militant Straight Edge... :ninja: (National Geographic, 2008)
      youtube.com/watch?v=VjWt1FUSIIU&t
    • "Anarchismus, in Sprache, lebendig gelebt.
      Virtuell philosophiert, vielleicht menschlich schikaniert,
      Irgendwann muss man das Buch zuklappen und leben,
      ohne Demo - mit ihr kannst du doch nichts wirklich bewegen.
      "Ich bin dafür!" wie Mutter Theresa und Udo Jürgens....
      Verstehen UND akzeptieren des Anderen Belang'...
      hatte Sinn zu der Zeit,
      was geht es mich jetzt noch an ??

      Wir sind heut alle Erdlinge und zivilisierte Affen,
      ohne Ausgrenzung, ohne auf EINER Seite zu raffen....

      Hab' den Mut dies zu leben und Ja dazu zu sagen,
      ohne dabei irgendeinem Ideal hinterher zu jagen.
      Welches du brauchst um dich zu stützen,
      es wird in Zukunft sowieso niemandem was nützen...

      Ganz neue Wege gehn'
      Das zieht mich an !
      Den Pioniergeist zu wecken...
      ANARCHIE für Jedermann !! "

      MiriOM - heute-
    • "Mein Herz, weiß-warm ist die Glut,
      Das Wasser sie zu löschen noch nicht gefunden,
      Überwogend, gewaltvoll müsste sie sein, die Flut..!
      Doch es gibt kein Oben, kein Unten, kein Sterben noch Sein,
      um mich zu beschreiben, Wer, Wo, und vor Allem, WAS sollte ich sein..?
      Gewiss, nennt man mich Mensch,
      bereiste Länder, hatte Beziehungen, habe mich stets ins Innerste begeben, um mitreden zu können...
      Der Wert von damals ging jedoch verloren,
      bin ich gescheitert oder gar am Ziel angekommen..?
      Ich warte, wie ein "Schläfer" auf den nächsten Impuls,
      der mich aus der Mitte treibt,
      hinein in ein nächstes Feuer."

      MiriOm -jetzt-
    • New

      Verrückter alter Mann

      Ich hab dir doch nur zugehört, und du sagst: "Keine Abhängigkeiten!".
      Nimmst nicht mal den Regenschirm von mir...
      Verrückter alter Mann, wenn du mal gehst, ist mir das Weinen ein Muss!
      Winkst noch ein letztes Mal im Regenguss...
      Verrückter alter Mann...
      Warum begegnest du mir jetzt und hier...?

      MiriOm -jetzt-