Tod

    • Heute habe ich auf Arbeit ziemlich staunen müssen über einen langjährigen Besucher des Kräutergartens. Die Kolleginnen kennen ihn schon etwas länger. Herr H.erzählt uns meistens von seinem Leben, daß er sehr zufrieden sei, wie alles verlief usw. Diverse Reime und Gedichte sagt er auf und früher half er sogar mit den Kompost zu sieben..
      Heute kam das Thema Tod zur Sprache; er wird 86. Auf die Frage hin wie er sich das alles vorstelle, zeigte er mir kurzerhand seinen Körperspende Ausweis..Er hatte sich vor 20 Jahren dazu entschlossen, seinen Körper der Uniklinik Jena zu Forschungs und Übungszwecken zu hinterlassen.
      Es wunderte mich extrem daß ihm, als Fan des Kompostes, die Vorstellung von Würmern "aufgefressen" zu werden total missfiel.
      Kosten für sämtliche Bestattungs oder Beisetzungszeremonien entfallen somit komplett, der Forschung ist geholfen, seiner Brut ist es sowieso egal, und als Dünger ist man so tief in der Erde für die Pflanzen auch nicht verfügbar, meinte er..
      Er ist wirklich ein sehr liebenswerter Mensch und so abgeklärt, daß ich weis, obwohl ich mich erst zwei mal mit ihm unterhalten habe, er mir schon irgendwie fehlen wird..
    • Tja gibt es den Tod überhaupt? Dass unser Leben als Mensch vorbei sein wird, ist mir schon klar, aber ich kann nicht von etwas zu nichts werden.

      @MiriOm Vielleicht sollte sich Dein Nachbar mal kritische Berichte über die Organspende durchlesen. Der Umstand, dass man mit aller Gewalt bis zur Organspende am Leben gehalten wird, würde mich sehr abschrecken.
      Warum wollen Menschen eigentlich alles kontrollieren?


      Der Punkt hier gehört einfach nicht mehr hin aber ich bekomme ihn nicht weg. :D
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      Wrong planet

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