Tod

    • Woher willst du das alles wissen, warst du schon mal tot?

      Es muss nicht mal Wiedergeburt sein. Ich meine, dass ich mir gerade nicht vorstellen kann, dass es überhaupt keine Wahrnehmung mehr gibt, in welcher Form auch immer.
    • Celdur wrote:

      Aber zur Frage: was denkt ihr, wie sich Totsein "anfühlt"?
      Totsein ist für mich irgendwie ein Paradoxon. Entweder man ist oder man ist halt nicht mehr. Tod bedeutet 0% Sein ! Imo.
      Ich denke mal, der Tod ist genau das gleiche wie vor der Geburt. Keine Gefühle, kein Gedanke, keine Erinnerung daran. Einfach nichts.
      Das alles benötigt eine Hülle und wenn diese ihren Stoffwechsel einstellt, IST halt auch nix mehr. Wie Software ohne Hardware. Das "geht" auch nicht.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Quasi nach dem Leben ists der gleiche Zustand wie vor der Geburt? Damit könnte ich mich anfreunden, daran habe ich keine (schlechten) Erinnerungen. ;)

      The post was edited 1 time, last by Celdur ().

    • Celdur wrote:

      Woher willst du das alles wissen, warst du schon mal tot?
      Das ist jetzt eine Fragestellung, wie sie mir auch Gottesjünger stellen würden, wenn ich sage, dass es ihre Märchenfigur nicht gibt.
      Allerdings bin ICH gar nicht in der Beweispflicht, dass es ihn nicht gibt, als vielmehr dass SIE mir darlegen müssen, DASS es Gott gibt. Und das können sie nicht. Trotzdem glauben sie, trotz der gegen sie sprechenden Fakten, weiterhin daran. Das ist schon ziemlich dämlich.
      ... oder eben sehr schlau.
      Vielleicht sollte ich auch einfach behaupten, dass ich ein Apostel bin, der im himmlischen Auftrag geschickt wurde, um die Endlichkeit des Lebens an die Erdenbürger zu verkünden.
      Wer will mir schon das Gegenteil beweisen?

      Wie Misa das schon ganz richtig festgestellt hat: wenn eines Tages deine Lichter ausgehen, dann ist nichts mehr da, was noch irgend ein Gefühl oder Gedanke verspüren könnte. So ist das Leben auf der Erde nun mal konsequenterweise aufgebaut. Das Eine bedingt das Andere. Und wenn das Leben nicht mehr ist, dann ist man nun mal nicht weiter am Leben, sondern unweigerlich tot.
    • Du denkst mir zu rational und bodenständig.

      Kann man den Zustand vor der Geburt eigentlich auch als Tod bezeichnen, oder muss man einmal gelebt haben, um diesen Zustand erreichen zu können? (Edit: ähh na gut, es muss ja auch erst Leben entstehen, damit es tot sein kann. Glaube ich?)
    • Unmensch wrote:

      Und wenn das Leben nicht mehr ist, dann ist man nun mal nicht weiter am Leben, sondern unweigerlich tot.
      Naja, das kann halt jeder halten wie er will, würde ich sagen. Ich sehe es so, und andere können das gerne anders sehen.
      Mich stören diese ganzen Christen Freaks solange nicht, bis sie mir damit halt auf den Sack gehen und mich belehren & bekehren wollen. Soll doch jeder nach SEINer Fasson. Wenn jeder dies beherzigen würde, hätten wir also Gesellschaft und Spezies viel erreicht !

      PS: Somit sollte ich auch langsam einsehen, aus anderen Menschen keine Anarchisten machen zu wollen, solange ich selber noch teilweise mit meiner mir unweigerlich anhaftenden Autorität Probleme habe und diese nicht loswerde. Wer einmal "aussozialisiert" wurde, der hat viel Mühe, daran noch etwas zu ändern. LEIDER !
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Unmensch wrote:

      Offenbar ist es so unvorstellbar, als Mitglied der Schöpfungskrone irgendwann nicht mehr die Hand am Hebel zu haben, so dass man sich eines Tages zu diversen Fantasiegebilden hat hinreißen lassen. Von Wiedergeburt bis hin zum Wandeln der Seele, oder dem Weiterleben in einem variierenden Paradies, war alles schon dagewesen. Zurückgekommen ist trotzdem niemand.
      Vielleicht niemand, der komplett tot war. Aber Nahtod-Erfahrungen würde ich jetzt nicht alle als Hirngespinste abtun.... gerade, wenn sie mit außerkörperlicher Wahrnehmung einhergehen. Es gab ja schon zahlreiche Fälle, wo Menschen klinisch tot waren und dann später beschrieben haben, dass sie von oben bei den Reanimierungsversuchen zugeschaut haben, inklusive bestimmter Details, die sie eigentlich unmöglich mitbekommen haben dürften.
      Natürlich wird im Bezug auf Out of Body-Erlebnisse und Reinkarnations-Erinnerungen auch viel Mist verbreitet, weil irgendwelche Eso-Tanten damit Geld verdienen wollen. Aber es gibt auch durchaus rational denkende Menschen, die sich wissenschaftlich mit dieser Thematik befasst haben und viele solcher Fälle untersucht haben, beispielsweise
      Raymond Moody – Wikipedia
      Und soweit ich weiß, hat es da schon sehr viele kultur- und religionsübergreifende Gemeinsamkeiten gegeben, die man nicht einfach nur mit "religiöser Indoktrinierung + Ausschüttung chemischer Substanzen im Gehirn aufgrund der Stress-Situation" erklären kann. Ich hatte da mal ein interessantes Buch drüber gelesen, weiß aber nicht mehr, welches das war. Aber das klang alles schon ziemlich plausibel... und es scheint mir (ähnlich wie bei der UFO-Thematik), dass die etablierte Wissenschaft ziemlich arrogant an diese Phänomene herangeht und vieles ablehnt, anstatt offen für Neues zu sein und es erstmal genauer zu untersuchen... und somit natürlich das Feld auch vielen Spinnern überlässt.
      Klar, die religiösen Spinner haben viel Schaden angerichtet und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass alles "Übernatürliche" bei intelligenten, modernen Menschen heute einen so schlechten Ruf besitzt.
      Aber das wissenschaftliche Establishment scheint mir, was Arroganz angeht, auch nicht weit hinter den religiösen Fanatikern zurückzustecken. Alles, was man nicht messen kann, existiert eben so lange nicht, bis man es messen kann. Das ist sicher sinnvoller, als Dinge nur deshalb zu glauben, nur weil sie in irgendeinem heiligen Buch stehen... andererseits können ja auch einfach nur unsere menschgemachten Mess-Instrumente ungeeignet sein, wenn wir irgendwas nicht messen können.... das muss nicht zwangsläufig ein Beweis für die Nicht-Existenz einer bestimmten Sache sein.
    • Celdur hat Recht: ich bin diesbezüglich sehr rational. Das sehe ich jedoch nicht als nachteilig, sondern eher als Vorteil, da man dadurch sicher ist vor sehr vielen Rattenfängern.
      Letztendlich werden wir ohnehin niemals erfahren, was nun wirklich kommt. Noch nicht einmal wenn wir sterben. Denn in der Millisekunde, in der wir es realisieren (oder glauben es zu begreifen), wird es auch sofort mit uns vorbei sein, und die Verbindung zum Hirn ist gekappt. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Nervenbahnen die Information gar nicht so schnell transportieren können, wie es vorbei ist. Ähnlich wie bei einem Schuss mit der Pistole in den Kopf, wovon man ja auch noch nicht mal mehr den Knall hören soll.

      Ich ordne Nahtoderlebnisse oder vermeintliche Wiedergeburten in eine ähnliche Kategorie ein, wie beispielsweise ein Déjà-vu. Man meint gerade etwas erlebt zu haben, de facto ist jedoch nichts passiert. So wie auch im Schlaf. Der menschliche Geist hat mehrere Jahrzehnte Zeit, dieses Gedankenkreisen zu trainieren. Und bei manchen zündet es dann eben auch mal außerhalb des Schlafzustand, so wie man luzide Träume ja auch trainieren kann. Was aber Astralreisen betrifft, so gab es bereits Experimente, in denen der Patient in einer für Körper und Geist befindlichen Extremsituation, sich einer chemischen Reaktion im Hirn ausgesetzt sah und plötzlich von oben auf dem Operationstisch blickte.
      Am Ende stellte sich heraus, dass er die auf den Schränken absichtlich platzierten Gegenstände jedoch nicht gesehen hat.
    • Das war auch gar nicht negativ gemeint @Unmensch.

      Schade, dass wir es (wahrscheinlich) (zu Lebzeiten?) nie in Erfahrung bringen werden, was nun nach dem Sterben ist. Aber zumindest, dass alle Lebewesen mal sterben (bis auf diesen Außenseiter vielleicht), da sind alle Menschen sich mal einig.
      ( hoffentlich gibt es keine "Anders-Welt", die genauso bekloppt ist, wie unsere. Aber lassen wir das.. :P )

      The post was edited 1 time, last by Celdur ().

    • Celdur wrote:

      Aber zumindest, dass alle Lebewesen mal sterben (bis auf diesen Außenseiter vielleicht), da sind alle Menschen sich mal einig.
      Sehe ich nicht so. Die Wissenschaft wird den Tod besiegen. Dann werden Bewusstsein und Co. in Androiden umgepflanzt und es winkt das ewige Leben. Ob das erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt. Aber zum Glück wird uns auch hier die Entscheidung abgenommen, wie bei allen wichtigen Fragen. Die Transhumanisten entscheiden das schon !
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!