Moritz Bleibtreu über das ach so böse Internet

    • Das hat er wohl von seinen Kollegen gelernt. Wenn du einen neuen Film rausbringst, einfach möglichst viel Grütze labern, das ist die beste Publicity. Til Schweiger macht das schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich. :D Wobei ich glaube, dass das zumindest bei Til Schweiger eher daran liegt, dass er so ungefähr den gleichen IQ hat wie die Leute, die seine Filme gutfinden...

      Das Internet ist einfach nur ein Spiegel der Zeit... ein gigantisches Vergrößerungsglas, unter dem die ganzen menschlichen Eigenschaften so richtig schön sichtbar werden. Und da sind eben auch viele hässliche Eigenschaften dabei. Oberflächlichkeit, Sensationslust, Besserwisserei, Rassismus, Die Lust andere Menschen zu mobben oder zu verarschen, etc.
      Manchmal denke ich ja auch: Wenn es Facebook, Twitter und den ganzen Mist nicht geben würde, dann müssten die Menschen, die sich wichtig machen wollten, wieder Leserbriefe an ihre Zeitung schreiben... und 98 Prozent dieser Leserbriefe würden dann ungelesen in den Papierkorb wandern, ohne dass irgendjemand außer dem Redakteurs-Azubi davon Notiz nimmt. So war das früher, und das war auch nicht unbedingt so schlecht.
      Heute überflutet uns der Müll und der Schwachsinn. Aber letztlich war der schon immer da. Ist eher ein Menschen-Problem, und nicht so sehr ein Internet-Problem. Früher hat es halt mehr die eigene Familie abbekommen oder die Nachbarn. In dem Zusammenhang wäre es mal interessant zu erfahren, ob Belästigungen im realen Leben zurückgegangen sind, seit die Menschen ihre Aggressionen so wunderbar im Internet ausleben können. (manche identitäre AfD-Prolos sind ja so aktiv im Netz, die haben vermutlich kaum noch Zeit, ihre Frau zu verprügeln oder den ganzen Tag Fernseh zu schauen, so wie früher.) :P