Misanthropie !

    • mi san thrope wrote:

      Ist es denn so, dass ich grundlos und generell die Spezies Mensch und ihr Dasein verachte. Ich denke nicht. Sonst wäre ich wohl irgendwo in den Wald gezogen. Hätte der Gesellschaft komplett entsagt. Kein Internet und keinen anderen Scheiss ! Einsiedlerdasein nennt man das.

      Im Grunde mag ich die Menschen für ihre Fähigkeiten, anderen ein guter Partner zu sein, der mit Rat und Tat sowie einem offfenen Ohr zur Seite stehen KANN !
      Für ihre Fähigkeiten von Bruderschaft. Für die Achtung von Freiheit und Gleichheit.

      Im Gegensatz dazu scheint dies der Mehrheit der Menschen aber vollkommen am Arsch vorbei zu gehen. Sie scheinen kein Gespür für eine gesunde Balanz von Egoismus und Altruismus zu haben. Sie kennen nur ihr niederes Dasein und versuchen dieses bis zu ihrem Tod auf Kosten anderer durchzubringen
      Ich denke, dass es den meisten so geht, die sich selbst als "Misanthropen" bezeichnen.
      In der Regel sind das vor allem Menschen, die zu oft von ihren Mitmenschen enttäuscht worden sind oder einfach zu viele negative Erlebnisse mit anderen Menschen hatten... so dass sie schließlich irgendwann dazu übergegangen sind, sich von ihren Mitmenschen zu distanzieren und schlecht über die ganze Menschheit zu denken.
      Genaugenommen hassen sie aber nicht die Menschen als solches, sondern bestimmte Verhaltensweisen oder Wesenszüge des modernen Menschen, bzw. die von diesen Menschen erschaffene Gesellschaftsordnung.
      So gesehen ist der Begriff "Misanthropie" vielleicht auch ein wenig irreführend, da sich dahinter sehr oft weniger eine prinzipielle Ablehnung alles Menschlichen verbirgt, sondern eher eine Ablehnung bestimmter sozialer Entwicklungen.

      Ich persönlich finde die meisten Menschen, wenn man sie einzeln betrachtet oder aus der Ferne studiert, nicht besonders schlimm oder verachtenswert.
      Sie langweilen mich allerdings ziemlich... wie neulich, als ich mal wieder das "Vergnügen" hatte, das Gespräch einiger pubertierender Jugendlicher zu belauschen, und die für mich alle gleich klangen... so berechenbar, so unindividuell, so austauschbar... und mir genügten die paar belauschten Gesprächsfetzen völlig, um mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen zu können, wie sich deren Leben später weiterentwickeln wird, wie sie als Erwachsener sein werden und welche Ansichten sie vertreten werden.
      Also ich finde, ein Großteil der Menschen ist einfach total uninteressant und belanglos, aber nicht automatisch schlecht.
      Das Schlechte entsteht dann erst durch die Interaktion mit anderen... wenn diese belanglosen, austauschbaren Gestalten irgendwann ihren Platz in einem sozialen Gefüge einnehmen und meinen, aufgrund ihrer nun erworbenen Position andere herumschubsen zu können oder sich als Autorität oder Platzhirsch aufspielen zu müssen.
      Oder wenn sie dann Verlustängste entwickeln und dann Intrigen schmieden, eifersüchtig werden oder anderen auf den Wecker gehen, weil sie Angst haben, andernfalls nicht mehr genügend beachtet zu werden (von anderen).
      Überall, wo Menschen mit anderen interagieren und einen auf soziale Wesen machen, obwohl letztlich jeder nur an seinen eigenen Vorteil denkt, wird es hässlich.

      Vermutlich ist die Intelligenz hier Fluch und Segen zugleich. Einerseits lässt sie uns rational denken, anders als die Tiere, die nur ihren Instinkten folgen... andererseits führt das aber auch dazu, dass man nicht mehr wie die Tiere die simplen Lösungen bevorzugt, sondern alles unnötig verkompliziert und aus jedem Konflikt gleich einen Prinzipienstreit macht.
      Beispielsweise, wenn zwei Katzen das selbe Revier beanspruchen, kämpfen die vielleicht mal kurz miteinander, oder fauchen sich an, und dann hat meistens eine der Katzen Schiss und sucht das Weite, und macht dann in Zukunft einen großen Bogen um diesen Ort.
      Und wenn Menschen ihre Konflikte auch auf diese Weise lösen würden (was sie vermutlich in grauer Vorzeit auch mal getan haben), könnte hier alles ganz locker und gechillt ablaufen.
      Aber nun ist der Mensch durch seine Intelligenz eben dazu befähigt, sich jede Menge kranke Scheiße auszudenken, auf die Tiere nicht mal im Traum kommen würden...
      beispielsweise, Gesetze zu erlassen, Waffen zu erfinden, Gefängnisse zu bauen, Hinterhalte zu legen, oder sich fiese Rache-Pläne auszudenken. Und das setzen sie dann eben auch in die Tat um und führen so zu immer neuen Eskalationsstufen eines eigentlich harmlosen Konfliktes.
      Leider reicht die Intelligenz aber nicht so weit, dass die Menschen erkennen würden, dass jeder auf diese Weise errungene Sieg über den Gegner nur wieder neue Unzufriedenheit erzeugt, so dass nie wirklich Frieden herrschen wird, so lange jeder auf diese Art versucht, durchs Leben zu gehen.
      Daher betrachte ich das menschliche Dasein eher als so eine Art Zwischenstufe zwischen Tier und irgendeinem höheren Wesen. Es ist nix halbes und nix ganzes. Zu klug, um noch Tier zu sein und alles so hinzunehmen, wie es eben kommt... aber zu dumm, um ein höheres Wesen zu sein und die größeren Zusammenhänge und die Konsequenzen ihrer Taten zu verstehen. Und daher verachte ich die meisten Menschen auch... von ein paar Ausnahmen abgesehen, die bestimmte Dinge schon kapiert haben, die die meisten anderen vermutlich erst nach unzähligen gelebten Leben kapieren werden, oder wenn sie irgendwann die nächsthöhere Entwicklungsstufe erreichen.
    • Dian wrote:

      Überall, wo Menschen mit anderen interagieren und einen auf soziale Wesen machen, obwohl letztlich jeder nur an seinen eigenen Vorteil denkt, wird es hässlich.
      Das sehe ich haargenau so. Solange der Mensch als Individuum auftritt, habe ich meist kein Problem mit ihm. Nur wenige Menschen sind individuell so dermaßen hässlich, dass man sie auch alleine nur schwer ertragen kann. Sobald aber sich mehere zusammenrotten, entsteht oftmals eine Gruppendynamik. Ich habe das bei meinem neuen Job in nur einer Woche auch schon öfter wieder bemerkt. Solange ich mit einem Kollegen alleine zusammenarbeite, ist das ziemlich unkompliziert. Sobald noch ein paar andere hinzukommen, wird man entweder ignoriert, hierzu kommt noch, dass ich ja der Anfänger oder Neuling bin, oder es kommt zu komischen Szenen, weil sich die Menschen gegenseitig profilieren wollen.

      Jaja, der Mensch ist nix halbes und nix ganzes. Was solls. Wir werden wohl damit leben müssen, dass uns bis auf weiteres nichts besseres über den Weg läuft. Denn am Ende sind wir trotz unserer paar Erkenntnisse auch solche Menschen mit den gleichen Schwächen und rudimentären Funktionsweisen.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Ich würde Tiere nicht als minderwertig betrachten. Das Bewusstsein, welches die Menschen jedoch in Bezug auf sich haben, sie wissen, wer sie sind, naja, manchmal mag man daran zweifeln, ist jedoch einzigartig. Ich würde den Menschen hier auch nicht als mehrwertig betrachten, sondern halt als anders. Er kann Dinge die Tiere wiederum nicht können, aber tut sich aber auch bei Verhaltensweisen, die Tiere ausmachen, recht schwer. Die hat er verlernt und hält sie für überholt. Ich gebe ja selber zu, dass ich den Instinkt für mich persönlich nicht als zu hoch schätze. Insgesamt als Spezies, sollten wir diesen vielleicht öfter mal benutzen, um Entscheidungen zu treffen, die die Allgemeinheit betreffen, wie zb den Umgang mit unserer Umwelt und unserem Planeten. Tiere würde niemals ihren eigenen Lebensraum zerstören und dabei so gelassen in die Zukunft schauen.

      Ich muss sagen, dass der Pelzig nicht nur mir gehört. Ich habe es da bei den Besitzverhältnissen nicht so genau. Und sie, als extrem verfressenen und immer frohen Lappi stört es denke ich auch weniger. Ich teile mir den Hund mit meinem Onkel. Dieser hat aufgrund privater Probleme öfter keine Zeit, um sich um sie zu kümmern, und ich habe momentan keine Zeit, um mich um sie zu kümmern. 10h müsste das arme Vieh nun hier bei mir zu Hause sein, und alleine warten. Das ist keine gute Idee. Zumal ich dann noch vor und nach dem arbeiten mit ihr raus müsste. Ich denke, einen größerern Hund, der viel Auslauf braucht, bei einem 40h Job zu haben, grenzt an Masochismus. Ich vermisse sie aber auch schon extrem. Was solls. Im Moment habe ich mich halt für den Job entschieden. Einer meiner größten Wünsche im Leben, ist es, später noch einen Rottweiler-Rüden zu haben und mit ihm alt zu werden. So ist das !
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Ich würde den Menschen auch nicht als "Krone der Schöpfung" betrachten. Eher als ein Experiment, von dem noch immer nicht ganz sicher ist, ob es sich eines Tages zu etwas Vernünftigem entwickeln oder grandios scheitern wird.
      Allerdings halte ich auch nicht viel davon, den Menschen für seine Taten zu verdammen, und gleichzeitig die Tierwelt zu glorifizieren und heilig zu sprechen, nur weil Haustiere manchmal die besseren Freunde sind. Nüchtern betrachtet ist diese Freundschaft doch ein ziemlich einseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Das Tier folgt dem Menschen vor allem deshalb so treu und loyal, weil er ihnen Futter gibt und sie von seiner Gnade abhängig sind.
      Würde sich ein Mensch so verhalten wie ein Hund, einem anderen Menschen bedingungslos hinterherlaufen und mit dem Schwanz wedeln, sobald der ihm ein Stöckchen zuwirft... ihr hättet für diesen Menschen doch nur Spott und Verachtung übrig.
      Ebenso wie für den Menschen, der aus Spaß an der Freude einen anderen quält und immer wieder mit dem Messer auf ihn einsticht, bis er sich nicht mehr bewegt, und sich dann gelangweilt neben seinem verbluteten Opfer schlafen legt. Man würde ihn als gestörten, emotionslosen Psychopath bezeichnet. Wenn eine Katze hingegen selbiges mit einem Vogel macht, nimmt man es gelassen hin, ohne das Tier dafür zu verdammen.

      Der einzige Grund, warum man Tieren ihre Lebensweise durchgehen lässt und Menschen nicht, ist der Unterschied in der Intelligenz. Von einem Menschen erwartet man mehr.
      Darauf wollte ich eigentlich hinaus... ohne jetzt den Menschen deshalb einen größeren Wert zuzugestehen als Tieren. (Ich sehe nicht, wieso ein Mensch wertvoller sein soll als ein Hund, nur weil er sprechen und rechnen kann.)
      Aber Hunde sind eben ziemlich eindimensional gestrickt und ticken fast alle irgendwie ähnlich, während das Spektrum der Möglichkeiten, was ein Mensch aus seinem Leben machen kann, wesentlich größer ist: Der Mensch kann geniale Kunstwerke erschaffen, er kann andere foltern und töten, er kann ein Leben als Hure führen oder als treusorgende Mutter, als angepasstes Herdentier, willenloser Befehlsempfänger oder individualistischer Einzelgänger.
      Aber, was ich für das Wichtigste halte: Anders als Tiere kann der Mensch über seine Prägung hinauswachsen und sich bewusst dafür entscheiden, ein anderes Leben zu führen als das Leben, in das er hineingeboren wurde. Die wenigsten tun es leider, weil es natürlich auch nicht so einfach ist, seiner Konditionierung zu entkommen. Aber der Mensch hat diese Möglichkeit immerhin.
      Doch genauso, wie ihm durch seine Intelligenz solche erstaunlichen Dinge möglich sind, ist es ihm durch seine Intelligenz eben auch möglich, sich kranke Dinge auszudenken, auf die Tiere niemals kommen würden. Ich bin mir aber relativ sicher, wenn Delphine noch 50 Prozent intelligenter wären und die motorischen Fähigkeiten dazu hätten, würde es auch nur eine Frage der Zeit sein, bis sie Konzentrationslager errichten würden, den Meeresgrund in Nationen und Länder einteilen würden und Kriege führen.
      Solche Verhaltensweisen, so wie die Überbewertung der eigenen Ängste und des eigenen Egos, sind nunmal "Nebenwirkungen" von Intelligenz.
      Die Frage ist, ob es zwangsläufig immer so sein muss, oder ob es irgendwann eine noch höher entwickelte Stufe von Intelligenz geben wird, die über solche Nebenwirkungen erhaben ist und in Frieden mit ihrer Umwelt lebt, weil sie dann die großen Zusammenhänge versteht und nicht mehr so kurzsichtig handelt wie die Menschen heute... oder ob noch mehr Intelligenz nur bedeuten würde, auf noch abstraktere, idiotischere Gedankengänge zu kommen, und sich noch ausgeklügeltere bürokratische Systeme auszudenken.
      Und ist es nicht so, dass die intelligentesten Menschen oftmals dazu neigen, wahnsinnig zu werden und nicht nur an ihren Mitmenschen, sondern vor allem auch an sich selbst und dem fehlenden Sinn in ihrem Dasein zu verzweifeln? Würde ein Wesen, das noch hundertmal intelligenter ist als der Mensch, das Universum wirklich verstehen und im Einklang damit leben? Oder würde ein solch hyper-intelligentes Wesen vielleicht möglicherweise nicht doch eher zu der Einschätzung gelangen, dass Gott/der Schöpfer/die Natur versagt hat, und dass das Universum zu fehlerhaft ist, um es weiterbestehen zu lassen?
    • Vielleicht rühren unsere Meinungsverschiedenheiten in diesem Thread daher, dass ich (anders als du scheinbar) die Natur nicht als harmonischen Idealzustand betrachte, von dem der böse Mensch es wagt, abzuweichen... sondern dass ich den Mensch als Teil der Natur sehe, und als ein durch und durch logisches Produkt eines Universums, in dem es nur ums Fressen und Gefressen werden geht.
      Mit anderen Worten: Wenn man in einem Universum aufwächst, in dem von der kleinsten Mikrobe bis zum größten Lebewesen das Recht das Stärkeren gilt, in dem man hungern muss, fressen und scheißen, in dem man schlimmen Krankheiten ausgesetzt ist, und in dem man sich nie sicher sein kann, dass nicht morgen jemand Stärkeres kommt und dir alles wegnimmt... und wenn man dann noch die nötige Intelligenz hat, um diesen Zustand zu begreifen und darüber nachzudenken (was die meisten Tiere garantiert nicht tun)... dann MUSS man doch fast zwangsläufig durchdrehen und größenwahnsinnig werden oder sonstwie überreagieren.
      An einen dem Menschen innewohnenden Sadismus glaube ich nicht. Wohl aber daran, dasss eine Kombination aus "etwas" Intelligenz, Gruppendynamiken und den technischen Möglichkeiten eine Menge kranke Scheiße ermöglicht. Und alles, was technisch möglich ist, wird irgendwo auch praktiziert werden. Nicht von allen, aber von vielen.

      daryus wrote:

      Und hör damit auf, sozial korrekten Delphinen zu unterstellen, dass sie dümmer als wir wären oder bei etwas höherer Intelligenz, denselben Faschismus praktizieren müssten - sie haben nämlich nicht die gleichen sadistischen Neigungen oder geschichtlich verankerten Dada-Traditionen (des naiven Aberglaubens) wie wir!
      Selbst die ach so netten Delphine sind zu schwächeren Fischen manchmal gar nicht nett, sondern treiben diese gnadenlos zusammen und fressen sie dann einfach auf. :xeno:
      Schau dir eine x-beliebige Tierdoku im Fernsehen an, und du siehst mehr Grausamkeit und Perversion als in jeder Doku über Menschen. Das volle Programm von Vergewaltigung, Bedrohung, Ausstoßen von Andersartigen und Töten in jeder erdenklichen Form. Du nimmst es vielleicht nur anders wahr, weil du das Jagen und Töten im Tierreich als etwas Edles ansiehst, als etwas, was von der Natur so gewollt ist... während du den Menschen als etwas betrachtest, was außerhalb dieser Natur steht und die Naturgesetze untergräbt. Ich hingegen habe eher den Eindruck, der Mensch hat sich das "Fressen und gefressen werden" ganz gut von der Natur abgeschaut und zum Vorbild für seine sozialen Hierarchien genommen.
      Daher bin ich mir eben auch nicht so sicher, ob ein "Zurück zur Natur" wirklich die Lösung für unsere Probleme ist.
      Das könnte höchstens funktionieren, wenn der IQ der Menschen wieder auf den eines Primaten sinkt. Dann würden sie vielleicht wirklich friedlich miteinander koexistieren, wie die anderen Affen es auch tun.
      Aber gleichzeitig intelligent bleiben und friedlich, das wird (in einem Fressen und Gefressen werden-Universum) verdammt schwierig. Ich kenne sehr wenige menschliche Kulturen, die das geschafft haben... am ehesten noch irgendwelche indigenen Völker, aber auch was Indianer angeht, wird vieles glorifiziert, und da war in Wirklichkeit auch nicht immer alles so ganz edel und nachhaltig, was diese Völker praktiziert haben.
      Sicher war es nicht so pervers wie unser heutiges System, wo man ganz bewusst den eigenen Planeten vermüllt und nur aus Profitdenken alles um sich herum zerstört. Aber die heutige Massengesellschaft ist eben das, was dabei rauskommt, wenn man die ganzen perversen Ideologien der Menschen vermischt (insbesondere den Kapitalismus vermischt mit der "macht euch die Erde untertan"- und "Seid fruchtbar und mehret euch"-Ideologie der Religionen)
      Da kommt eben dann konsequent zu Ende gedacht so eine Scheiße raus.
      Was die geschichtlich verankerten Dada-Traditionen angeht, stimme ich dir also völlig zu. Das ist definitiv eines der ganz großen Probleme, dass da früher schon so viel Mist verbockt wurde, der immer noch in den Köpfen der Menschen drinsteckt und von jeder Generation an die nächste weitergereicht wird. Aber selbst um sich so einen Schwachsinn wie den Islam oder das Christentum auszudenken, bedarf es einer gewissen intellektuellen Leistung, zu der Delphine MEINER DERZEITIGEN ERKENNTNIS NACH nicht fähig sind. Wenn sie es wären, und trotzdem darauf verzichten, sich so ne Scheiße auszudenken, dann haben sie meinen vollsten Respekt verdient! Aber sorry, ich glaub die sind einfach zu doof dafür und daher ist es sehr mühsam, darüber zu diskutieren, was passieren würde, wenn es anders wäre. :D

      daryus wrote:

      Außerdem ist das hier ein Thread von und für Misanthropen!
      Das ist mir schon klar. Es ging mir auch nicht darum, die Menschheit in Schutz zu nehmen oder ihre Untaten zu relativieren. Ich versuche nur, das ganze ein bisschen differenzierter zu betrachten als "Alle Menschen sind scheiße, aber Hunde und Katzen sind edel und gut." Ich hab zwar Verständnis dafür, wenn man das so sieht, weil man bisher eben die entsprechenden Erfahrungen gemacht hat, und ich halte auch nicht viel von den meisten Menschen... aber diese Form der Misanthropie (die Verdammung der eigenen Spezies und Glorifizierung von anderen) ist mir dann doch ein bisschen zu billig. Erinnert teilweise schon an die Anti-Deutschen und deren Selbsthass, weil sie auch Teil dieser bescheuerten Nation sind.
    • Schreibz hald ned gleich soviel, wer soll denn dit alles lesen. Habe mir heute mächtig in Finger geschnitten und merke grade, dass es mit dem schreiben nicht ganz so gut geht.

      Nur einwas noch. Ich habe mit dem überholten Verhalten den Instinkt gemeint, den der Mensch für überholt hält. Dachte, da ich gleich danach davon spreche, dass das ersichtlich wäre. Egal
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • daryus wrote:

      Wenn es stimmt, dass du, Dian, den Mensch als Teil der Natur siehst, und als ein durch und durch logisches Produkt eines Universums, in dem es (scheinbar) nur ums Fressen und Gefressen werden geht, dann war das wirklich ein Missverständnis meinerseits. Ich sehe das nämlich genauso.
      Schön, dann haben wir das ja geklärt. Ich sehe die Menschen, so wie sie sich aktuell verhalten, wirklich nicht als irgendwas Besseres an... und wir sind uns ja auch darin einig, dass viele Menschen genauso austauschbar und unindividuell sind wie irgendwelche sonstigen Säugetiere (kennst du einen, kennst du alle). Ficken, Fressen, Scheißen, und Revier verteidigen bzw. Karriere machen. Mehr haben doch die wenigsten im Kopf.
      Nichts desto trotz bescheinige ich den Menschen das intellektuelle Potential, mehr zu sein als das und über den jämmerlichen Jetzt-Zustand hinauszuwachsen. Auch darin sollten wir uns ja eigentlich einig sein. Also ich denke, die Menschen könnten durchaus etwas "Höheres" sein... die Hüter dieser Welt, oder Erforscher, Entdecker, ja sogar Mit-Schöpfer, ohne sich deshalb gleich wie die elitäre Herrenrasse aufzuführen.
      Gerade das macht mich dann eben so wütend auf die meisten Menschen... weil ich genau weiß, was sie eigentlich sein könnten... und dann mach ich den Fernseher an und sehe eine Horde mehr oder weniger aufrechtgehender Affen durch Karl-Marx-Stadt ziehen. Oder ich schau aus dem Fenster und seh, wie der einstige aufgeweckt und sympathisch wirkende Nachbarsjunge jetzt auch so ein geklonter Spießer geworden ist, der irgendeine Matratze heiratet und den Kinderwagen vor sich herschiebt, wie es halt alle tun.
      Und dann krieg ich meinen Menschenhass.

      Und, @ misa:
      Entschuldige, dass ich dein müdes Hirn mit so viel Text überfordert habe. Aber immerhin spam ich nicht wie gewisse andere Leute das ganze Forum mit Songtexten zu oder poste mehr Videos, als sich ein gesunder Mensch an einem Tag ansehen kann. :P
    • Ich kann mir darüber keine Meinung bilden. Denn erstens habe ich keinen blassen Schimmer über die Gesetze des Universums und ich bezweifle, dass überhaupt jemand dies hat. Es mag sein, dass wir glauben, etwas zu sehen, während wir im Dunklen rumtappen und dabei ein schlaues Gesicht machen, aber in Wirklichkeit wissen wir nichts.
      Zweitens kenne ich „den Menschen“ auch gar nicht. Und das Schlimme ist, dass die Menschen sich häufig kaum selbst erkennen, weil sie nur kopieren. Das ist doch die Menschheit: Ein Haufen Kopierer. Nichts eigenes. Ich weiß nicht, wie der Mensch wäre, wenn er aufhören würde, sämtliche Sachen zu kopieren. Erst wenn ich das wüsste, könnte ich mit euch darüber diskutieren, ob der Mensch „gut“ oder „schlecht“ ist. Was ist überhaupt gut oder schlecht? Zwei Seiten der gleichen Medaille? Menschgemachte Begriffe?
      Ich kenne den Menschen nur in Sklaverei, mal offensichtlicher, mal subtiler. Frei habe ich ihn noch nie gesehen und wie ein Affe sich in einem Käfig verhaltensgestört benimmt, tut es auch der Mensch. Fun fact: Wer profitiert vom menschlichen Selbsthass? Dass eh alles schlecht ist, dass man eh nichts ändern kann? Die Programmierer oder?
      Indem ich mich selbst erkenne und indem ich mich selbst befreie vom Kopiermüll verändere ich die Welt.
      Wrong planet
    • Mir kommt Misanthropie oftmals einfach wie eine simple Entschuldigung vor, diese Welt verlorenzugeben und sich selbstgefällig auf elitäre Höhen zurückzuziehen. Konkret würde ich eher von einem bestimmten Prozentsatz in Gesellschaften sprechen, den ich schlicht als Abschaum, evolutionäre Irrläufer bezeichne und der jeden Hass verdient hat. Das ist manchmal die Mehrheit, manchmal auch "nur" eine gewisse Größe bzw Konstante.
      Andererseits sind Menschen als solche eben getriebene, widersprüchliche Naturen. Sie deswegen als armselig zu bezeichnen ist eigentlich eher ein christlicher Ansatz. Die Erbsünde ist die externe Erklärung für diesen Zustand der behaupteten Armseligkeit, die den Schutz göttlicher - und weltlicher - Autoritäten benötigt.
      Es ist interessant zu sehen, dass negative Menschenbilder von Hobbes bis Schmitt die Grundlage für autoritäre Gesellschaftsformen gebildet haben. Mir fehlt nun jeder Fortschrittsoptimismus und auch jeder rein humanistische Glaube an den Menschen, den man durch Bildung und Aufklärung zum "Guten" bekehren kann. Dennoch weigere ich mich, diese Welt dem autoritären Klientel zu überlassen. Macht mich das zum Philanthropen? Ich denke nicht.
      Why do we fall?
    • Es scheint wohl verschiedene Formen von Misanthropie zu geben. Menschen, die grundlos andere Menschen hassen. Menschen, denen die Verhaltensweisen anderer Menschen auf den Sack gehen und Menschen, die sich einfach gerne im Image dieses Begriffes sonnen. Mir ist das alles egal. Ich merke einfach immer wieder, wie sehr mich die Gesellschaft ankotzt. Die Gesellschaft an sich, die Gesellschaft anderer Menschen. Aber totale Einsamkeit sehe ich auch nicht als Alternative. Ich sehe den Begriff und die "Selbstbenennung" mit diesem einfach als Mittel, um ein wenig anzuecken.

      @ daryus

      Lange Texte überfordern mich häufig mehr als viele Filme oder Videos in Punkto Aufmerksamkeitsdefizit !
      Bei Texten passiert mir das merklich häufiger, dass ich komplett abschweife, als bei Videos !
      Ich glaube, ich habe mich dumm gesoffen. Oo .........
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!