Mit Nazis reden?

    • Nur ein aktueller Fall:
      Ermittlungen in Polen: AfD wirft Mitarbeiter wegen Anschlagsverdacht raus

      Distanzierungen von Rechtsterroristen und Nazi-Schlägern finden ausschließlich aus taktischen Gründen statt. Die AfD ist längst auch eine Partei des informellen rechten Untergrunds geworden. Dass ihre gewaltfreie Maskerade von manchen geistigen Tieffliegern immer noch für voll genommen wird, ist zu bedauern, wird aber letztlich nichts daran ändern, dass sich die Fronten zunehmend verhärten werden, was letztlich abseits fader Kompromisse auch zu befürworten ist.
      Why do we fall?
    • Mr. Bernd das Brot Höcke aka L A(n)DOLF Ladig ist der Prototyp des Nazis in der AfD. Und von diesem Schlag gibt es einige.
      Sie haben schon lange begriffen, dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, zurecht die Nazizeit als eine Mahnung ansieht und mit dieser
      einschlägigen Politik, wie sie NPD etc betrieben haben, keine Wahlen zu gewinnen sind. Jedenfalls nicht, wenn es ums Ganze geht.
      Von daher ist der rechte Flügel der AfD zu Recht als Wolf im Schafspelz zu betrachten. Nicht alle in der AfD sind Nazis, aber dennoch
      sind sie mit den Nazis in einer Partei und man sollte sich als denkender Mensch schon fragen, ob es sinnvoll ist, in einer so kontroversen Partei
      Mitglied zu sein, die nicht mal klare Richtungen aufzuweisen hat. Ob nun die Wirschaftsliberalen, oder aber die Faschisten in der AfD
      letztendlich das Sagen übernehmen. Es wird kein gutes Ende werden. Beide Flügel sind absurd. #ekelhAfD !
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • Lonewolf wrote:

      Distanzierungen von Rechtsterroristen und Nazi-Schlägern finden ausschließlich aus taktischen Gründen statt. Die AfD ist längst auch eine Partei des informellen rechten Untergrunds geworden.
      Genau, wenn sich die AfD vom fremdenfeindlichen Terror distanziert, dann geschieht das ausschließlich aus taktischen Gründen, in Wahrheit begrüßt die AfD solche Taten, denn wenn man seinem politischen Gegner so was nicht unterstellen würde und eine Distanzierung als Distanzierung betrachten würde, müsste man ja auf fairer Basis argumentieren. Nun, die SPD geht geschickter vor, sie distanziert sich teils gar nicht erst von Linksextremisten, im Gegenteil, es wird eine zusammenarbeit gefordert. :thumbsup:
    • schreckgeist wrote:

      Ich empfehle allen, die jene Abartigkeit von Nazis unterschätzen, sich alle möglichen Texte und Videos von Zeitzeugen, die in den Lagern überlebt haben, anzuschauen.
      Ich denke, es hängt immer sehr davon ab, wie eng man den Begriff "Nazi" definiert. Wenn wir mit "Nazi" wirklich nur die Anhänger der nationalsozialistischen Ideologie von Adolf Hitler meinen, dann glaube ich, ist da heutzutage schon ein breiter gesellschaftlicher Konsens quer durch alle Lager und Parteien vorhanden, dass man diese Leuten verachtet und ihnen keinen öffentlichen Raum zur Verfügung stellen möchte.
      Dass das mit den Konzentrationslagern und dem Völkermord keine coole Sache war, haben vermutlich über 90 Prozent der Deutschen inzwischen auch begriffen. Selbst in der CDU (und sogar Teilen der AfD) wird man das so sehen.

      Aber es will ja heutzutage aufgrund der gesellschaftlichen Ächtung auch kaum einer mehr wirklich ein Nazi sein. Selbst die meisten Rechten legen Wert darauf, dass sie einfach nur "besorgte Bürger" sind, "Patrioten" oder "national-konservativ". Die Frage ist doch: Ab wann ist es gerechtfertigt, einen rechts gesinnten Menschen als "Nazi" oder "Faschist" zu bezeichnen? Wo würdet ihr da die Grenze ziehen?
      Wenn er sich nach einem starken Führer sehnt? Wenn er keine Juden mag? Oder was ist, wenn jemand sagt "Das mit dem Holocaust war damals nicht in Ordnung, bzw. Hitler hat vieles falsch gemacht, aber an die Überlegenheit des deutschen Volkes glaube ich trotzdem?"
      Was ich sagen will: Wenn wir den Begriff "Nazi" auch als Kampfbegriff für intolerante Menschen aus der rechten Ecke verwenden, dann ist es eben so, dass es sehr viele Nuancen gibt, und dass man es nicht so genau festmachen kann, ab wann ein Mensch denn nun eigentlich ein Nazi ist...
      Und das ist dann eben üblicherweise auch der Punkt, an dem es problematisch wird, eine breite Mehrheit der Gesellschaft hinter sich zu bringen, weil eben jeder (je nach eigenem politischen Standpunkt) die Grenze zwischen Nazi und Nicht-Nazi ein bisschen anders definiert.
    • Diese begriffliche Diskussion ist mE unnötig. Wenn sich jemand beschwert, dass er Nazi genannt wird, ist mir das Boogie. Er wird schon etwas dafür getan haben. Ob er nun wirklich ein Nazi ist oder nicht ist mir auch vollkommen egal. Die Befindlichkeiten aus dieser Ecke kümmern mich nicht. Nichts desto trotz, kann man mit diesen Leuten reden. Es kommt immer von Fall zu Fall drauf an. Wiglaf Droste hat schon recht. Man muss nicht an jeder Mülltonne schnuppern. Aber ich möchte immer noch selber entscheiden, an welcher ich nun rieche und an welcher nicht. Einen aufklärerischen Wert hat das wahrlich nicht und ich bin auch der Meinung, dass man die meisten Nazis nicht durch bloße Gespräche überzeugen wird, aber was ich tue und wann und wie ist immer noch mir überlassen und wenn ich gerade darauf Bock habe mit einem bestimmten Menschen zu sprechen, dann tue ich das auch. Egal wer es ist und wie seine politische Gesinnung ist. Diese Fotzköppe sind immer noch Menschen. Genau wie Polizisten auch und auch wenn ich ab und zu auf beide Lager übel sauer bin. Sie sind und bleiben Menschen. Ignoranz ist der Anfang von Entmenschlichung. Ignoranz ist die schlimmste Unart der Menschheit. Wegen ihr sind wir so, wie wir sind. Ein verkommener Haufen Abfall.
      Der Holocaust hat auch mit Ignoranz begonnen. Wäre es den meisten Deutschen nicht egal gewesen, was mit ihren jüdischen Mitbürgern passiert, hätten die Nazis den Holocaust nicht durchziehen können. Ich will hier keine makaberen Vergleiche ziehen, aber es ist so, wie es ist. Lydias Spruch, mit dem um Vergebung bettelnden Nazi, der gleichzeitig die Schnauze halten soll, ist so dämlich, dass er schon wieder lustig ist. Ich kann mit so einer Einstellung nix anfangen. Warum sollte jemand für seine politische Einstellung um Vergebung betteln. Gehen wir ab heute durch die Straßen und fangen an, von jedem Deppen für seine Blödheit eine Entschuldigung abzuverlangen. Soll doch jeder so leben wie er will, Menschenmüll überzeugt man nicht von seiner Dummheit, indem man ihn entweder ignoriert oder wild drauf los quatscht. Leben und leben lassen. Auch wenn dieser Müll mir oder "dir" diese "Gnade" nicht erweisen würde. Wen kümmerts.
      aber mein hirn ist doch müde ...... !!!!
    • schreckgeist wrote:

      Der Mensch und seine scheiß Gewalt Reflexe. Hat mit verbal nichts zu tun, überhaupt. Wow, wie scheiße ich sowas finde.
      Gewalt erzeugt Gegengewalt.
      Jemanden zu fragen, eine "Transe" zu sein, ist verbale Gewalt. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.
      Jemanden verbal die Fresse zu polieren, der verbale Gewalt anwendet, ist eine gesunde Einstellung.

      schreckgeist wrote:

      Ach der Mensch und sein Naturhass. Wenn der Mensch soooo natürliche wäre, dann würde er die Natur nicht kaputt machen. Checkste.
      Der Mensch hat die natürliche Fähigkeit, Dinge zu erschaffen, die "unnatürlich" sind.
      Das fing schon bei einem einfachen Faustkeil an, der von Menschenhand bearbeitet wurde.
      Es gibt andererseits noch mehr natürliche Dinge, die Teile der Natur kaputt machen können. Vulkane z.B.

      Der Mensch kann zwar seine eigene Lebensgrundlage zerstören, aber die Natur wird das überleben, ebenso wie Vulkanausbrüche. Der Mensch hat aber die natürliche Fähigkeit, seine Lebensgrundlage zu schützen. Ob er das tut, steht auf einem anderen Blatt.
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • schreckgeist wrote:

      Ja ich hab schon einige körperliche/sexuelle Gewalt erfahren, vielleicht hat das einen Schaden hinterlassen, who knows
      Nee, nicht vielleicht, sondern sogar ganz sicher.
      Gewalterfahrungen hinterlassen immer Schäden. Wie groß die Schäden sind und wie man damit umgeht, ist vielfältig.

      Um zum Thema zurück zu kommen:
      Vielleicht hast du schon gemerkt, dass hier im Forum ein paar idiotische Unmenschen ihr Unwesen treiben, die nicht kapieren, dass Nazis immer Gewalttäter sind. Deshalb kapieren sie auch nicht, dass Nazis kein Recht haben, zu reden, was sie eben reden.

      schreckgeist wrote:

      ich hatte zu viele Sachen erlebt, die mich extremst devot gemacht haben. Manchma will ich mich wehren, schrecke aber schon einfach zurück. Aber wie du vielleicht verstehen kannst, ich nehme meine Devotheit an, was viele nicht verstehen wollen
      Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

      Immerhin hast du erkannt, dass du unterwürfig bist. Den vielen "Onkel Toms" dieser Welt bist du damit schon einen Schritt voraus und kannst daran arbeiten.

      schreckgeist wrote:

      also ich empfinde z.B Transfrau als Frau
      Vollkommen sinnloser Satz.
      Das ist wie: "Ich empfinde Rubensfrauen als Frauen."

      Du solltest wissen, dass "Transfrau" oder "Rubensfrau" für viele Frauen, deren Körper nicht einem "Ideal" entsprechen, eine heftige Beleidigung ist.
      Als Selbstbezeichnung oder im Freundeskreis, wo es dir erlaubt ist, sowas zu sagen, ist es natürlich in Ordnung. Aber nicht so in der Öffentlichkeit! Das ist wie mit dem N-Wort.
      Ok?

      schreckgeist wrote:

      Ich selbst find mich in keinem genauen Geschlecht wieder, was die innere Identität betrifft
      Geschlecht (Sexus) ist keine Identität.

      Aus Geschlechtern Identitäten abzuleiten, ist genau das, was Emanzipation erst notwendig gemacht hat.

      Womöglich meinst du hier mit Geschlecht das sogenannte soziale Geschlecht (Gender) und die daran geknüpften Vorstellungen und Vorgaben, wie man "als Frau" oder "als Mann" zu sein hat.

      schreckgeist wrote:

      andere sehen mich als männlich, aber das ist externe Identität.
      Externe Identität?
      Es ist einfach nur Deutung von Gender.
      Es gibt in der Gesellschaft eben bestimmte Vorstellungen von Gender und jeder Mensch deutet es erst einmal anhand vieler Kriterien*.
      Das ist ganz normal und auch nicht schlimm.
      Schlimm wird es nur, wenn die Deutung von außen als wichtiger angesehen wird als das, was Menschen über sich selbst äußern.

      *Diese Kriterien schrittweise aufzulösen, ist ein Ziel der Emanzipation. Dauert noch ne Weile. Frauen sind in unserer Kultur teils emanzipierter als Männer mittlerweile.
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel
    • schreckgeist wrote:

      Ich bin halt z.B so nen Mensch, der sich in der Beziehung nicht wehrt, wenn wie z.B eine Freundin zugeschlagen hat
      Häusliche Gewalt ist ein ernstes Thema.
      Die Dunkelziffer ist sehr hoch, besonders wenn die Partnerin den Partner schlägt.
      Da schweigen die Kerls dann doch lieber. Warum das so ist, dürfte klar sein.

      schreckgeist wrote:

      oder wenn ich überfallen wurde
      OMG. Wo wohnst du? Im Ghetto? Das liest sich bei dir so, als wäre es das Normalste der Welt.

      schreckgeist wrote:

      Klingt vielleicht blöd, aber ich schlage keine Partnerinnen. Ich bin kein "Auge um Auge" Mensch.
      Wer sagt denn, dass du zurückschlagen sollst?
      Um "Auge um Auge" gehts es hier auch nicht.

      Man kann auch klar Grenzen aufzeigen und ruhig mal laut werden z.B.

      Um wieder ne Brücke eigentlichen Thema zu schlagen:
      Genau darum geht es auch, ob man mit Nazis reden sollte.
      Um´s Grenzen aufzeigen. Man darf mit Nazis nicht reden, weil es ja sonst implizieren würde, es gäbe eine gemeinsame Diskussionsgrundlage. Die gibt es aber nicht. Man muss ihnen klare Grenzen aufzeigen.
      Der Nazi hat das Maul zu halten und zuzuhören, sonst gar nichts und wenn er es nicht kann oder will, muss er eben Konsequenzen zu spüren bekommen.
      Genauso sollte man mit Partnerinnen und Partnern verfahren, wenn sie in der Beziehung gewalttätig werden. Die Konsequenzen müssen nicht gleich "Auge um Auge" bedeuten.

      Dass das in der Praxis nicht immer ganz einfach sein kann, ist klar. Aber dann muss man sich eben Hilfe suchen. Sowohl bei Nazis als auch bei häuslicher Gewalt.
      Die Nazischmuser hier im Forum kannste bei Ersterem aber vergessen.

      schreckgeist wrote:

      Ich tu es mir manchmal Schwer mit der Interpretation von feministischen Texten, aber das liegt an meinen schlechten Erfahrungen, und nicht am Fach oder so.
      Nicht überall, wo Feminismus drauf steht, ist Feminismus drin und wo Feminismus drin ist, steht es oft nicht drauf.
      Gibt Solche und Solche.

      Hab das Thema hier am 11. Dezember mal kurz angerissen:
      forum.theunity.de/thread/348-w…sfreiheit-gehen/?pageNo=2

      schreckgeist wrote:

      Angst vor dem sich rächenden Matriarchat
      Die Angst der Männer vor dem sich rächenden Matriarchat ist so alt wie die Unterdrückung der Frau selbst.

      Der römische Staatsmann Marcus Porcius Cato der Ältere war da schon ehrlich:

      "Sobald die Weiber uns gleichgestellt sind, sind sie uns überlegen."
      "Wer die psychiatrische Sprache beherrscht, der kann grenzenlos jeden Schwachsinn formulieren und ihn in das Gewand des Akademischen stecken!" Gert Postel