Aktuelle Filme

    • Hab mir gestern "A cure for wellness" angeschaut.
      Ist auf jeden Fall ein guter Film geworden... aber ganz so mysteriös und unkonventionell, wie der Trailer vermuten lässt, ist das ganze dann doch nicht. Als geübter Filmbetrachter ahnt man eigentlich recht schnell, auf was das ganze am Ende hinauslaufen wird, und so kommt es dann eben auch.
      Oder ich habe einfach schon zu viele Filme gesehen, dass mich keiner mehr so wirklich überraschen kann. Der letzte Film, dem es recht gut gelungen ist, mich auf eine falsche Fährte zu locken und mit dem Ende einigermaßen zu überraschen, war wohl "10 Cloverfield Lane", und das ist auch schon wieder einige Monate her. "Split", der ja etwas in eine ähnliche Richtung geht, hatte mich dagegen eher enttäuscht... ich hatte mir bei dem Regisseur zumindest irgendein überraschendes Ende erhofft, aber auch da entwickelte sich alles genau so vorhersehbar, wie es zu erwarten war... da wären mir gleich einige Möglichkeiten eingefallen, wie man das ganze origineller und doppelbödiger hätte auflösen können.
      Aber zurück zu "A cure for wellness". Wie gesagt, nicht ganz so Mindfuck-mäßig, wie man vielleicht meinen könnte, aber ein gut gemachter, angenehm "altmodisch" erzählter Film, der als dezent kapitalismuskritisches Selbstfindungs-Drama beginnt und als klassischer Gothic-Horror a la "Frankenstein" endet. Vielleicht eine etwas seltsame Mischung, aber zumindest mal halbwegs originell und kein Remake oder Reboot von irgendwas anderem.
    • Ich fand Split auch echt enttäuschend und vorhersehbar. Ich frage mch aber echt wie es geschafft wurde auf den einzigen Charakter, der interessant war, nicht ein zu gehen. Aber natürlich auf das mädchen mit einer Pseudo Emotionalen hintergrund geschichte, die einfach unglaublich flash und überzogen wirkte...

      10 Cloverfiel Lane fand ich aber auch ziemlich gut, obwohl, ich in der mitte schon eine Ahnung hatte. Irgend wann habe ich den gedanken aber dann aus den augen verloren, weshalb mich das ende dann doch überrascht hat...
    • Logan




      Der letzte und abschließende Teil der Wolverine-Triologie, die parallel zu den X-Men-Filmen gelaufen ist und mit "Wolverine" einen guten Start und "Weg des Kriegers" einen schwachen Mittelteil hat. Außerdem wahrscheinlich der letzte Film mit Hugh Jackman als Wolverine.
      Fast alle Mutanten sind tot, Professor X ist schwer krank und auch Wolverines Selbstheilungskräfte lassen nach. Er jobbt inkognito als Chauffeur und versucht, Geld für ein Boot zu sparen, damit er mit dem Professor den Menschen entkommen kann. Doch dann lässt er sich auf einen riskanten Job ein.

      Meiner Meinung nach ist "Logan" der beste der Teil der Triologie und einer der besten Filme von Marvel überhaupt. Am Anfang ist er sehr actionreich, relativ unvorhersehbar und gut erzählt. Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber dafür sehr emotional. Ein besonderer Genuss war für mich das mittlere Drittel, eine gute Mischung zwischen Action und emotionalen Momenten in einer düsteren Atmosphäre, die auch etwas von einem Roadmovie hat.
      Insgesamt ist der Film bedrohlich, dreckig und spannend und der Cast spielt hervorragend. Auch Jungschauspielerin Dafne Keen kann man sich schonmal merken.
      Schwächen waren einige Logiklöcher, besonders im letzten Drittel, und, typisch Marvel-Filme, blasse, schablonenhafte Antagonisten.
      Insgesamt hat er aber meine absolute Empfehlung, mindestens für alle Fans des Franchise; bei mir kommt er locker in die Top 3 aller X-Men-Filme.
    • The Lego Batman Movie



      Dieser Product-Placement-Movie aus dem Hause Lego handelt von Batman, der im ersten Lego Movie bereits eine größere Rolle hat und enorm gut bei den Fans ankam. Batman kämpft mal wieder gegen den Joker, der endlich als Superschurke und Erzfeind von der Fledermaus anerkannt werden will. Batman denkt jedoch nur an sich und aus Rache lässt der Joker eine Armee von Bösewichtern frei, die sich anschicken, Gotham zu zerstören.

      Meine Erwartungen waren nach dem großartigen ersten The Lego Movie sehr hoch und seit dem genialen "The Dark Knight" habe ich mich wie viele andere auch etwas mit dem Batman-Universum befasst. Und was soll ich sagen: Schön, wenn hohe Erwartungen auch mal erfüllt werden!
      Der Film ist gleichzeitig Hommage und Parodie, detailgetreu, witzig, abgefahren, randvoll mit Insidern und wartet mit Star-Schurken wie Sauron, Voldemort, den Gremlins und den Daleks auf. Er ist eine tolle Charakterstudie zu dem düsteren, menschlichen Superheld, das große Thema ist Freundschaft. Der Humor reicht von Slapstick über Anspielungen bis hin zur Meta-Ebene ("Sir, Sie machen das jetzt schon 70 Jahre!"), da sollte für jeden was dabei sein. Mir hat nur der Zugang zur Menschen-Welt etwas gefehlt. Aber gut, das hat im ersten Film zwar super funktioniert, würde hier aber vermutlich nicht ins Konzept passen. Immerhin gibt es mundgemachte "pew! pew!"-Geräusche bei Schießereien :thumbsup:

      Langjähriger Batman-Fan und Film-Experte Alper vom YouTube-Kanal Filmfabrik ist auch begeistert und gibt dem Film ganze 9 von 10 Punkten: THE LEGO BATMAN MOVIE - Die Filmfabrik

      Wer kein Fan von Batman ist, beziehungsweise sich nicht gut mit dem Universum auskennt, sollte kein Geld fürs Kino ausgeben, könnte es aber trotzdem durchaus mit dem Film probieren. Mich hat er trotz Schlafmangel und Zeitumstellung gut unterhalten.
    • Hab den Film nicht gesehen und kann seine Güte nicht beurteilen. Der erste war in Ordnung, allerdings finde ich es allgemein schade, dass Lego inzwischen soviele Lizenzthemen hat und auch die eigenen Themen so extrem durchstrukturiert sind mit Hintergrundgeschichten bis ins Kleinste vorgekaut. Zu meiner Zeit gab es grob umrissene Themen wie Burg, Piraten, Weltraum und der Rest war der eigenen Phantasie überlassen. Und wenn man etwas Bekanntes aus Filmen nachbauen wollte, hat man die universellen Bauteile umfunktioniert. Um Darth Vader zu bauen nahm man so einen Ritterhelm auf einem schwarzen Kopf.

      Heute gibt es einen vorgefertigten Darth Vader Helm, der nichts anderes darstellen kann als Darth Vader.
    • Ich fand den Ghost in the Shell Film sehr gut. Es sollte definitiv mehr gute real Verfilmungen wie diesen geben, ein weiterer guter Cyberpunk Anime bei dem ich mir eine ähnliche Verfilmung vorstellen könnte wäre etwa Psycho Pass. Zu meinem Erstauen fand ich Scarlett Johansson in der Rolle des Majors auch sehr gut, sie gefiel mir schon in Lucy und ich glaube das solche Rollen wie für sie gemacht sind. Mir gefiel auch sehr die eindrucksvolle Darstellung der dystopischen Welt aus Ghost in the Shell, mit all den technologischen Gimmicks wie z.b. der holographischen Werbung, oder diesen Bildschirmen welche die Menschen in Form einer Blase um den Kopf trugen, was sehr sinnbildlich für das Leben in einer Blase steht. Ansonsten habe ich natürlich alles gemocht was ich schon aus dem Anime kannte.

      Besonders nahe gegangen ist mir folgende Aussage des Majors.

      ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''



      Hat jemand bereits diesen Film geschaut?



      Der Trailer erinnert mich an Filme wie God Bless America oder Super. Hätte gerade richtig Bock auf so einen Film, da mir die extrem zunehmende Arschloch-Population um mich herum momentan massiv auf die Nerven geht. :cursing:
      ''Everyone around me, they feel connected to something. Connected to something, I'm not.''
      Motoko Kusanagi
    • hat von euch jemand eine meinung zum aktuellen film "der junge karl marx" von 2017 mit august diehl? ich habe einmal kurz durchgezappt und gesehen dass es auch um anarchismus bzw anarchisten wie u.a. michail bakunin geht und bin am überlegen ob das nun reine system-propaganda ist oder man tatsächlich was aus dem streifen lernen kann. august diehl hatte sein filmdebüt ja als hacker karl koch in "23" von 1998 und von daher für mich zumindest ganz interessant. vielleicht ist ja jemand cineast von euch und kann mir 'nen tipp dazu geben.

      undn frohen ersten advent übrigens chinese

      FSU - Militant Straight Edge... :ninja: (National Geographic, 2008)
      youtube.com/watch?v=VjWt1FUSIIU&t
    • Ich habe mir gestern den neuen "Star Wars" angeschaut, und kann mich dem Großteil der Kritiker nur anschließen, dass der Film ziemlich gut geworden ist.
      Zuerst war ich ja etwas skeptisch, wegen dem ganzen Hype, und weil die meisten unkritischen Filmfans den Film so oder so loben werden... hauptsache, es steht "Star Wars" drauf.
      Aber ich würde schon sagen, dass "Die letzten Jedi" von den ganzen neuen Star Wars-Teilen der beste ist, und dass er in vielen Momenten ziemlich an die alten Teile heranreicht. (übertreffen kann man die eh nicht)
      Damit meine ich vor allem, dass sie die richtige Balance gefunden haben zwischen lockeren, humorvollen Szenen und düsterer Ernsthaftigkeit. (Was man von der 2000er-Trilogie ja nicht unbedingt behaupten kann) Und es wird auch was für die Emanzipation getan, indem die Frauen-Rollen ungewohnt stark sind, und teilweise den Männern auch sagen, wo es langgeht. Und dass ganz ohne, dass sie in weibliche Rollenklischees verfallen und Männer verführen oder hilflos mit den Augen rollen. So stelle ich mir echte Emanzipation vor. Jetzt noch einen schwulen Kampfpiloten einbauen, der sich nicht tuckig verhält, und ich wäre völlig zufrieden.

      Kritisieren würde ich eigentlich nur zwei Dinge: Zum einen, dass die neue, junge Schauspieler-Garde einfach nicht über das Charisma der alten verfügt. Man merkt einfach, jedesmal wenn Mark Hamill, Carrie Fisher oder Chewbacca in einer Szene zu sehen sind, dass das noch richtige Schauspieler sind, und nicht so austauschbare Noname-Gesichter wie die anderen, deren Namen ich mir nicht mal merken werde, weil sie einfach zu belanglos sind. (wie etwa der Schwarze, der den Finn spielt, und der den gesamten Film über mit einem einzigen Gesichtsausdruck herumläuft)
      Zweiter Kritikpunkt ist das teilweise extrem dämliche Verhalten der Bösewichte. Ich weiß, es ist nur ein Film, und da muss ja nicht unbedingt alles logisch sein, aber man fragt sich beim Betrachten halt schon, wie das Imperium das ganze Universum unterjochen konnte, wenn sie sich so dermaßen dämlich anstellen und auf jeden noch so vorhersehbaren Rebellen-Trick hereinfallen...

      Ansonsten gibt es aber nicht viel zu meckern. Der Film bietet reichlich von dem, was man von einem Star Wars-Film erwartet. Epische Schlachten, fantasievolle Umgebungen und niedliche Kreaturen. Natürlich ist auch diesmal vieles recycelt, aber es wirkt nicht so verkrampft recycelt wie beim Vorgänger. Außerdem ist es halt nunmal so, dass sich die Star Wars-Filme immer um ähnliche Themen drehen, und so geht es eben auch diesmal um Verrat, um die Anziehung der dunklen Seite der Macht, und um Lehrer, denen ihre Schüler entgleiten.
      Wobei ich mich gerade frage, warum zur Hölle ich mir sowas eigentlich im Kino anschaue... Geschichten von ehemaligen Schülern, die ihren Guru im Stich lassen und sich der dunklen Seite der Macht zuwenden, habe ich ja genaugenommen im realen Leben zu genüge... das bräuchte ich mir eigentlich nicht noch auf der Leinwand ansehen. :D
      Das hat aber dann immerhin dazu geführt, dass ich mich um so besser mit dem alten Luke Skywalker identifizieren konnte, der sich aus Enttäuschung und Verbitterung über den Werdegang seines Schülers auf eine einsame Insel zurückgezogen und seinen Glauben verloren hat. Eigentlich genau wie bei mir.
    • mich wundert dass mark hamill aka luke skywalker seine rolle für nicht so gelungen hält. wenn man mal kurz youtube anwirft findet man seinen kommentar dazu, da ich sonst spoilern würde aus welchem grund das so ist.

      und schaut doch mal "interstellar", wenn ihr einen wirklichen tripp erleben wollt, statt nur den verzerrten disney-remake einer 30 jahre alten kino-saga, die alle 10 jahre als cash-cow herhalten muss. angucken werde ich mir star wars VIII natürlich trotzdem, man sollte ja wissen was man kritisiert. :rolleyes:
      FSU - Militant Straight Edge... :ninja: (National Geographic, 2008)
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